Debatte um Gasförderung
Oettinger rät zur Offenheit für Schiefergas

Die Suche nach Schiefergas ist in Deutschland umstritten. EU-Kommissar Günther Oettinger fordert von der Bundesregierung, sich dem Thema nicht zu verschließen. Diese sieht in der Gewinnung des Gases Gefahren.
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MünchenEU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) hat die Bundesregierung aufgefordert, sich nicht der umstrittenen Suche nach Schiefergas zu verschließen. „Ich rate Deutschland zur Offenheit“, sagte Oettinger am Freitag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Schiefergas wird durch das sogenannte Fracking aus Schiefergestein tief unter der Erde gelöst. Die Technologie ist unter anderem deshalb umstritten, weil dabei Chemikalien eingesetzt werden. Das Umweltbundesamt sieht dadurch Gefahren fürs Trinkwasser.

In den USA ist wegen Fracking inzwischen von einer Energierevolution die Rede. Oettinger sagte, er erwarte durch die massive Ausweitung der US-Gasförderung einen deutlich stärkeren Wettbewerb. Es werde eine Entkopplung des Ölpreises vom Gaspreis und einen „echten, eigenen Gasmarkt, der von Wettbewerb geprägt ist“ geben. „Die Globalisierung der Gasmärkte ist im vollen Gang. Und die USA beschleunigen dies.“ Die nächste Schiefergas-Revolution erwarte er in Ländern wie China und Indien.

Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) erwartet große Auswirkungen durch die Ausbeutung von Schiefergas und -öl in den USA. Dies werde vor allem massive Auswirkungen für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie haben. In den USA seien die Preise erheblich niedriger als etwa in Deutschland. „Für die USA ist das eine gute Nachricht, weil es auch die geplante Reindustrialisierung vorantreibt.“ Für Deutschland liege der Vorteil der Schiefergasfunde in den USA darin, dass dies die Wettbewerbssituation am Gasmarkt verbessere. Es werde Deutschlands Verhandlungen mit Ländern wie Russland nun erleichtern.

Mit Hilfe von Schiefergas und -öl wollen die USA absehbar unabhängig von Energieimporten werden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Debatte um Gasförderung: Oettinger rät zur Offenheit für Schiefergas"

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  • • Zitat : Oettinger rät zur Offenheit für Schiefergas

    Dem sollte man eine Bleibe neben einem Bohrloch mit freier Kost und Loge suchen...für ca. 4 Wochen...ob er freiwillig mitmacht , um in der Sache offen zu bleiben ?

    Den muss doch die Shevron-Lobby schon fest im Griff haben....für einige 100 Tausend €...mehr wird dieser Schwabe nicht kosten !

  • Es spricht überhaupt nichts gegen eine Suche von Schiefergas- und -öl Vorkommen. - Wer es mit den aktuellen Technologien auch ausbeuten will, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Brunnenvergifter. Solche Leute hat man im Mittelalter aufgeknüft. War ja recht hart, oder? Es würde doch ausreichen, wenn solche bildungsfernen Politiker wie es nun einmal Herr Oettinger bekanntermaßen ist, zu einer täglichen Zwangsverköstung des kontaminierten Grundwassers aus dem Umfeld schadhafter Frackingbohrungen herangezogen würden. Dann würden solche Leute zwar immer noch nicht begreifen, was läuft, aber ihre Meinung zum Fracking würde sich ändern - ganz sicher ;-)

  • Es reicht. Dann kann man ja mal mit dem Fracking unter seinem Haus anfangen und ihn gleichzeitig von der Trinkwasserversorgung abschneiden, damit er weiß, wie das durchs Fracking vergiftete Wasser schmeckt, dass er anderen und den in der Natur lebenden Tieren zumuten will. Unerträglich, was für Gestalten sich mit meinen STeuern die Taschen vollstopfen.

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