Debatte um neuen Parteinamen
Was die FDP von Schokoriegeln lernen kann

Die krisengeschüttelte FDP diskutiert über eine Umbenennung. Im Schokoriegel-Geschäft hat ein solcher Schritt schon funktioniert. Ob er auch für die Liberalen taugt, hat der Chef von Scholz & Friends analysiert.
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BerlinFür die FDP sieht es übel aus. Der neue Parteichef Christian Lindner konnte die Partei bisher nicht aus ihrem Umfragetief holen. Im Gegenteil: Die Liberalen nisten sich unter der magischen Fünf-Prozent-Hürde ein. Das ist kein gutes Omen für die die anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland. In Sachsen droht der Partei ähnliches Ungemach wie bei der Bundestagswahl. Sie könnte aus der Regierung und aus dem Parlament gewählt werden.

In dieser schweren Zeit für die FDP, sorgt die stellvertretende Bundesvorsitzende, die Düsseldorfer Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, mit einem ungewöhnlichen Vorschlag für Aufsehen. Sie habe den Vorschlag, die Partei umzubenennen, in den Raum gestellt, sagte sie der „Rheinischen Post“. Die Liberalen hätten mittlerweile ein großes Problem mit der FDP als Marke und würden nicht optimal wahrgenommen.  Sie sei darüber im Austausch mit dem Bundesvorsitzenden Christian Lindner und spreche die Idee auch bei Besuchen in Kreisverbänden an.

Parteichef Christian Lindner hält reichlich wenig davon, nun über einen neuen Namen für die FDP zu diskutieren. Man müsse jetzt „Konturen wieder kenntlich“ machen, statt „oberflächliche Marketingdiskussionen“ führen, sagte Lindner im Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“. Es gehe jetzt „um Substanz und Profil“, betonte er: „Was wir dabei nicht brauchen, ist ein neuer Name. Freie Demokratische Partei - das drückt genau das aus, was wir heute in Deutschland vermissen: Eine Partei für Menschen, die selber denken und selber anpacken wollen.“

Hat Lindner Recht? Das Magazin „Horizont“ wollte es genau wissen und bat den Chef von Scholz & Friends, Roland Bös, seine Sicht auf die Debatte darzulegen. Herausgekommen ist eine Analyse, die denjenigen in der FDP die Augen öffnen könnte, die mit dem Namen der Partei ein Problem haben. Bös erklärt den Liberalen, was sie in dieser Hinsicht von Schokoriegeln, Kohle aus dem Ruhrgebiet und TV-Sendern lernen können.

Kommentare zu " Debatte um neuen Parteinamen: Was die FDP von Schokoriegeln lernen kann"

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  • LDP, DLP, FPD, DFP, PFD, PDF ... oder was.
    In der DDR gab es schon die LDPD.

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