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Defizit-Quote: Deutschland kommt schneller aus dem Schuldensumpf

exklusiv Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird wohl bereits 2012 wieder den Maastricht-Vertrag einhalten und das gesamtstaatliche Defizit Deutschlands auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken. Darauf haben sich gestern Bund, Länder und Gemeinden im neuen Stabilitätsrat verständigt.

Schäubles Sparanstrengungen zeigen Wirkung. Quelle: dpa
Schäubles Sparanstrengungen zeigen Wirkung. Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Für das laufende Jahr rechnen die Experten mit einer Defizitquote von 4,5 Prozent, für 2011 mit vier Prozent und für 2012 mit drei Prozent. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Teilnehmerkreisen.

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Sollte der Regierung dieses Vorhaben tatsächlich gelingen, wäre dies ein Jahr früher, als der EU-Kommission bislang zugesagt. Bundesbank-Chef Axel Weber hatte zuvor mehrfach energischeres Sparen gefordet und die Einhaltung der EU-Defizitgrenze von drei Prozent bereits in 2012 velangt.

In dem jetzt verabschiedeten Finanztableau ist das Sparpaket des Bundes bereits berücksichtigt, obwohl die konkrete Umsetzung der Einzelmaßnahmen unklar ist. Die neue Schuldenbremse zwingt Bund und Länder zum Sparen.

Den Planungen zu Folge soll das Defizit in den Folgejahren weiter kräftig sinken. 2013 erwarten die Haushaltsexperten eine Defizitquote von zwei und 2014 von nur noch einem Prozent. Der Schuldenstand des Staates wird 2014 bei 80 Prozent des BIP liegen.

Während der Bund bereits 2011 mit der Rückführung seines Defizits beginnen will, werden die Löcher in den Etats von Ländern und Gemeinden 2011 immer größer. Länder und Gemeinden wollen erst 2012 mit dem Abbau der Neuverschuldung beginnen. Am Ende der Finanzplanung im Jahr 2014 wird der Bund 24,5 Mrd. Euro neue Schulden machen. Bei den Ländern werden es 20 Mrd. Euro und bei den Kommunen acht Mrd. Euro sein.

  • 19.07.2010, 11:21 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    @cride nun die richtung unser volksverräter schuldenabbau ist nicht zu erkennen,sie wissen sehr genau das bedruckter papier keinen wert hat,so bleibt es beim sculden machen,Die agonie des systems hat allerdings schon eingesetzt,was du meinst,ist die richtung schuldenabbau,der findet nicht statt,im gegenteil,ist der gute ruf erst ruiniert,lebt es sich recht du weisst schon.nun mal tiefgründig,es gibt nichts mehr zu retten die zukunft ist schon gewesen allein nur wenn ich das gesamte vermögen der welt ins verhältnis setze bin ich bei einer verschuldung von 54 billionen dollar guthaben zu 683,7 billionen dollar ungedeckter Derivate.bei 10% nicht auslösung trifft uns der Crash amen.könnte noch tiefgründiger werden,aber die wirtschaft sucht ja händeringend fachkräfte die sie einfach nicht findet ja so ist das mit den aufschwung so in 800 jahren könnte es dan zu einen aufschwung kommen,also keine gedanken machen bis dahin abzahlen oder hyperinflation,die kommt ganz sicher,die rücktritte der lumpenelite,ja was solls,ist halt so.arme wähler das habt ihr so gewollt.

  • 15.07.2010, 20:50 UhrAnonymer Benutzer: Klaus

    Neuverschuldung ?
    ich vermisse immer noch die Angabe, in welchem Jahr mit der Rückführung der Schulden begonnen wird.
    immer ein Schübchen drauf führt genauso in die Pleite wie der große Schluck aus der Pulle.

    im Übrigen liegt wohl weiterhin die Orwellsche Sprachverwirrung vor.
    Solange es auch nur eine Neuverschuldung von 1 € gibt, wird nicht gespart. Sparen ist für mich, vorhandenes Geld nicht ausgeben.
    Was der bund und die Länder machen ist, weniger nicht vorhandeses Geld ausgeben.

    Wenn Politiker glaubwürdig wären, könnte man eine zeitlich begrenzte Steuererhöhung ausschließlich zur Schuldentilgung einführen.
    Aber wie glaubwürdig die Politiker sind, zeigt die Sektsteuer. Die kaiserliche Flotte verrostet schon auf dem Meeresgrund, die Steuer existiert weiter.

  • 15.07.2010, 15:10 UhrAnonymer Benutzer: cride

    @morchel: ihr Kommentar ist ja tiefgründiger als das bohrloch der Deepwater Horizon und mit mindestens genauso vielen Fehlern behaftet, wie sich bP beim Handling der Katastrophe anrechnen muss.

    Zum Thema: Wenigstens scheint es so, dass der Staatsetat nicht mehr so gravierend in die falsche Richtung führt wie gedacht. Dennoch muss sich erst zeigen, inwiefern die aktuelle Planung zu verwerflichen begehrlichkeiten in den Regierungsressorts führt. Nur wenn die Politiker der EU und insbesondere Deutschlands realisieren, dass die Schienen der Schuldeneisenbahn irgendwann an einer dicken betonwand enden und demnentsprechend verantwortungsvoll handeln, wird die nächste Rezession ohne Genickbruch zu überstehen sein. Die Regulierung des Finanzsystems wird daran auch nichts ändern; eventuell macht diese alles nur noch schlimmer....

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