Dementi: Gerüchte um Westerwelle-Rücktritt schrecken FDP auf

Dementi
Gerüchte um Westerwelle-Rücktritt schrecken FDP auf

„In meinem Urlaub auf Mallorca habe ich über einen Rücktritt vom Parteivorsitz nachgedacht“, soll Guido Westerwelle am Rande eines Fraktionsfestes drei Tage vor seiner Hochzeit gesagt haben. Doch die FDP will das Zitat, das eine große Boulevard-Zeitung verbreitet hatte, nicht bestätigen. Jedenfalls nicht direkt.
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HB BERLIN. Der Urlaub Westerwelles mit seinem Ehepartner Michael Mronz liegt vier Wochen zurück. Westerwelle warte nun auf ein Signal seiner Partei bis Weihnachten, dass sie ihn noch haben wolle und ihm auch künftig folgen wolle, zitierte die „Bild am Sonntag“ einen Vertrauten des Parteichefs. Deutlich vor den wichtigen Landtagswahlen im März wolle er endgültig entscheiden, ob er weitermache.

Die FDP wies den Bericht umgehend zurück. “Von Rücktritt war nie die Rede“, sagte ein Parteisprecher. Die Zeitung dagegen berichtet detailliert über das angebliche Vorhaben und ennt Gründe für einen etwaigen Rückzug. Westerwelle sei verärgert über den mangelnden Rückhalt in der Partei, hieß es. Als der saarländische Generalsekretär Rüdiger Linsler seine Ablösung als FDP-Chef gefordert habe, seien ihm nur wenige Parteifreunde beigesprungen.

Auch von Generalsekretär Christian Lindner komme kaum Unterstützung. „Der spart sich lieber selbst für den Vorsitz auf, als jetzt für Guido in den Ring zu steigen“, zitierte die Zeitung Aussagen von Freunden Westerwelles. Auch über die Kritik des hessischen FDP-Landesvorsitzenden Jörg-Uwe Hahn und die Mahnungen des Ehrenvorsitzenden Hans-Dietrich Genscher müsse der Minister verärgert sein.

Westerwelle wisse, dass ein Rücktritt vom Parteivorsitz über kurz oder lang den Verlust des Ministeramtes nach sich ziehen würde, zitierte die Zeitung einen Mitarbeiter. „Guido ist privat völlig gefestigt. Das gibt ihm die Stabilität, sich auch für ein neues berufliches Leben entscheiden zu können“. Westerwelle müsse sich nicht alles antun. Der Parteichef selbst habe bisher allerdings noch nicht über seine Zukunft entschieden. „Es steht mindestens 60 zu 40, dass Westerwelle die FDP auch durch das nächste Jahr führt“.

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  • * http://www.stern.de/politik/deutschland/geruechte-um-westerwelle-ruecktritt-ich-habe-nie-darueber-nachgedacht-1605226.html

    Schon peinlich wie die Welt am Sonntag falsche Gerüchte über Westerwelle in Umlauf setzt. Aber vom Springer-Verlag und den rechtskonservativen Journalisten bei Welt erwarte ich da auch nicht viel anderes.

    Aber das dann immer Journalisten verschiedener anderer Zeitungen den Zeitungsenten des Springerverlages hinterherlaufen und sie aufnehmen, ist leider typisch für heutige Journalisten.

    Es ist ja längst bekannt, das der Springer-Verlag eine schmutzige Kampagne gegen Westerwell fährt; aber das viele andere Journalisten auf diesem Zug "aufspringen", zeigt wie schlecht es um den deutschen Journalismus und um den Wahrheitgehalt von Meldungen bestellt ist.

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