Demografie
Immer weniger Schüler in Deutschland

Die demografische Entwicklung und die verkürzte Abiturzeit sorgen für sinkende Schülerzahlen. Seit der Wiedervereinigung wurden in Deutschland nie so wenige Kinder unterrichtet. In West und Ost gibt es noch Unterschiede.
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WiesbadenIn Deutschland gibt es immer weniger Schüler. Rund 11,4 Millionen Mädchen und Jungen werden im laufenden Schuljahr unterrichtet, so wenige wie nie seit der Wiedervereinigung. Die Zahl sinkt seit dem Schuljahr 1998/99
ständig, im Vergleich zum vergangenen Schuljahr um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch auf der Basis vorläufiger Zahlen berichtete.

Ursache ist neben der demografischen Entwicklung die Umstellung auf das Abitur nach acht Jahren. So gingen in Bayern (minus 3,8 Prozent) und Niedersachsen (minus 3,1 Prozent) die Zahlen der Schüler binnen eines Jahres besonders stark zurück, weil es in diesen Bundesländern seit diesem Schuljahr nur noch das achtjährige Gymnasium gibt und somit eine Klassenstufe weggefallen ist.

Rund 8,7 Millionen Schüler besuchen derzeit eine allgemeinbildende Schule (minus 1,3 Prozent). Die meisten von ihnen sind Grundschüler (2,8 Millionen) und Gymnasiasten (2,4 Millionen). In den Beruflichen Schulen lernen etwa 2,6 Millionen Jugendliche sowie junge Männer und Frauen (minus 2,8 Prozent). Zwischen Ost und West gibt es noch immer erhebliche Unterschiede.

An den allgemeinbildenden Schulen in den neuen Ländern wurden - anders als im Westen - etwas mehr Schüler (plus 1,8 Prozent) gezählt als im Vorjahr. Als Grund nennen die Statistiker den starken Rückgang der Geburten nach der Wende und die dann folgenden Jahre, in denen wieder mehr Kinder geboren wurden. Die gehen jetzt in die Grundschulen. Der Geburtenrückgang von Anfang der 1990er Jahre macht sich dagegen an den Beruflichen Schulen im Osten deutlich bemerkbar: Die Zahl dieser Schüler ging innerhalb eines Jahres um 8,3 Prozent zurück - im Westen nur um 1,8 Prozent. Am stärksten war der Rückgang in Mecklenburg-Vorpommern mit 11,1 Prozent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Demografie: Immer weniger Schüler in Deutschland"

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  • Ja, lieber Peter Scholz, Sie haben einen Fehler gemacht. Sie waren politisch unkorrekt und das darf man nicht sein

  • und dass obwohl die geburtenraten der migranten so überproportional sind. ohh deutschland schafft sich ab:)

  • Wie das bloß kommt? Wir haben doch blühende Landschaften, Lebensqualität ohne Ende und eine Bevölkerungsdichte, die noch massig Raum für die freie Entfaltung bietet.
    Aber Geduld, auf der Welt und natürlich auch in Europa gibt es soviele Bedürftige, die früher oder später in unser gelobtes Land einsickern werden und dem Geburtenrückgang Einhalt gebieten. Zur Not muß einfach wieder mal ein Geburtenprämiensystem aufgelegt werden. Und ich habe immer gedacht, daß Gesundschrumpfen o.a. Vorteile erzeugen könnte. Das Problem wäre dann, daß unsere ausgeuferten Staatsverwaltungen kaum noch Volk zum Verwalten hätte. Dann doch besser Überbevölkerung, oder?

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