Demografie-Strategie

Falsche Rezepte gegen das Aussterben der Deutschen

Die Deutschen werden älter. Und es werden weniger: 17 Millionen Einwohner werden in den nächsten 50 Jahren verschwinden – wenn die Regierung nicht gegensteuert. Sie hat Rezepte. Doch die fallen bei Experten glatt durch.
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Ein Baby aus dem brandenburgischen Sieversdorf (Archiv). Quelle: dpa

Ein Baby aus dem brandenburgischen Sieversdorf (Archiv).

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Analyse der Bundesregierung ist schonungslos. In den nächsten 50 Jahren wird die Bevölkerung Deutschlands laut Demografiebericht auf 65 bis 70 Millionen Menschen zurückgehen. „Das wären bis zu 17 Millionen Einwohner weniger“, heißt es in dem Papier. Das entspricht ziemlich genau der Einwohnerzahl des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Was besonders dramatisch ist: Auch die Altersstruktur der Gesellschaft wird sich nachhaltig verändern.

Heute stehen in Deutschland den über 65-Jährigen noch fast genauso viele Menschen unter 20 Jahren gegenüber – beide Gruppen machen ungefähr 20 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Bis 2060 wird die Gruppe der Alten so weit zunehmen, dass dann jeder Dritte 65 Jahre und älter sein wird. Der damit einhergehende Rückgang der Erwerbsfähigen wird unweigerlich zu einem Fachkräftemangel führen, wie er schon jetzt in einigen Bereichen der Wirtschaft zu beobachten ist.

Das alles ist nicht neu und wird seit dem Erscheinen des Demografieberichts der Bundesregierung im vergangenen Herbst auch von offizieller Seite anerkannt. „Wir werden weniger und wir werden älter. Diese beiden Tatsachen werden in allen Lebensbereichen ankommen und jeden berühren“, gibt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) unumwunden zu. Doch bislang ist die Politik eine Antwort auf die Frage schuldig geblieben, wie sie Deutschland demografiefest machen will.

Einen ersten Versuch unternahm die Bundesregierung heute, als das Kabinett die „Demografie-Strategie 2030“ abnickte. Das 74-seitige Konzept, das Innenminister Friedrich in Berlin vorstellte, beinhaltet Vorschläge, wie die Folgen einer immer kleiner und älter werdenden Gesellschaft abgemildert werden können.

Einige Landstriche bluten geradezu aus
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65 Kommentare zu "Demografie-Strategie: Falsche Rezepte gegen das Aussterben der Deutschen"

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  • Dieser linke Dünnpfiff ist unerträglich. Multikulti ist eine Utopie. Wo immer in der Welt unterschiedliche Völker zusammengepfercht wurden herrscht Mord und Totschlag. Ziehen Sie mit Ihren Kindern nach Berlin Neukölln oder in den Essener Norden. Nachdem man Ihnen einfach mal im vorbeigehen ins Gesicht gespuckt hat, ihr Sohn ohne Schuhe von der Schule heimgekommen ist und Ihre Frau als "Deutschen Hure" beschimpft wurde dürfen Sie dann weiter für Multikulti werben. Man muss nicht Rechts sein um zu erkennen das Multikulti nicht funktioniert. Man braucht aber ein Minimum an Verstand um zu begreifen das die Linke Ideologie vollkommen Realitätsfremd ist und das in ALLEN belangen. Aber Sie wohnen wohl im Rotweingürtel der Stadt und die lieben Kleinen gehen auf eine Privatschule nicht wahr?

  • und ... ich habe gestern meine Sticheleien in der Sache unter einer Klickhurenstrecke zu "Machos" versteckt ...

  • Seine Ignoranz ist halt unwissend und unbelesen. Was will man schon von so einem erwarten.

    Kennen Sie laFontaine? Nein nicht den Oskar, den mit dem Fuchs?

  • peter,

    ich habe gerade laut gelacht. So kann man das natürlich auch sehen, aber ich befürchte, wenn Sie das Ihrer Gattin unterbreiten, kehrt die auch zu den guten alten Zeiten zurück und Sie bekommen eine Bratpfanne über.

    Ich jedenfalls - und ich traue mich meiner gegenüber einiges, was andere sich nicht trauen würden - würde das nie laut sagen. ;-|

  • An:VonBeknacktenUmzingelt
    Von Island:
    Ich gebe Ihnen vollkommen Recht!
    Alles was nicht in sein geschlossenes Weltbild paßt, greift er Reflexartig an. Dabei wird er natürlich von sein Unwissen unterstützt. Er könnte aber die kognitiven Fähigkeiten besitzen neue Fakten die nicht zu seinen Weltbild passen zu verarbeiten.
    Dann greift seine Ignoranz wieder gnädig ein und bestärkt ihn wieder.
    Damit befindet er sich wieder am Anfang „seiner Argumentenkette“ (leider sind es keine Argumente sondern nur Ideoligsche Fragmente).

  • Es war einmal eine schöne Zeit, da gab es eine Staatsquote von 5% (!!!) und soviel Kindersegen,daß der 1.Kaiser Bordelle zur Bekämpfung des Kindersegens einrichtete. Ein Auto hatten die Bürger nicht. Sie brauchten auch keins,denn die Tante-Emma-Läden in der Straße bedienten alles. Der Arbeitsplatz war in unmittelbarer Nähe. Die Eisenbahnstrecken wuchsen jedes Jahr um 1000 km und man konnte es sich leisten, am Wochenende ins Grüne zu fahren.
    Frauen waren ohne Mann in der Gesellschaft nicht zugelassen, doch Zuhause gaben sie den Ton an. Sie besorgten den Haushalt und waren für die Kindererziehung zuständig. Im Notfall mußte der Mann einspringen,und dann gab es ein paar hinter die Löffel. Für die weitere Erziehung reichte in der Regel nur die Drohung mit dem Vater. Und so eiferten die Jungs dem Vater nach und die Mädchen übten sich in Näharbeit und so.
    Diese Idylle wurde von liberalen Spekulanten und Immobilienhaien kurzweilig nach den Reparationszahlungen Frankreichs an das Kaiserreich gestört.
    Irgendwann danach gab es das Telefon, die "Gartenlaube" und das Auto. Die Damen aus der besseren Gesellschaft telefonierten nun und schrieben für die "Gartenlaube" kleine Artikel. Sie wollten ob ihrer besseren Situiertheit die Gleichberechtigung und das Wahlrecht.
    Den Rest kennen wir ja.

  • Quatsch 17 Millionen werden verschwinden!

    Dafür holen wir doch unsere Fachkräfte ins Land! Das sind dann die die Menschen vor Autos hetzen, mit Drogen handeln, die Prostitution fördern, ...ach ne das waren die fünf jugendlichen mit südländischem Aussehen!!!

    Ich lache mich tot!!! Ich kann den ganzen Mist mitlerweile nicht mehr lesen der in den Medien steht!

    und warum halb Europa nach "rechts" abrutscht ist doch wohl wirklich keine Frage, sofern man ein Gehirn zwischen seinen Ohren hat...

    oder????

  • Gem.Statista wandern jedes Jahr ~680 000 Bürger aus. Einige haben einen Migrationshintergrund, andere kommen wieder zum Auftanken zurück. Beamte bleiben uns erhalten. Sobald aber die geburtenstarken Jahrgänge auf Rente gehen und ein Berufstätiger zwei Rentner zu ernähren hat,wird die Auswanderungswelle neue Rekorde erreichen.

    Liebe Grüße aus Bad Schlankstadt:
    http://www.bps-niedenstein.de/content/view/66/2/

  • Wie wäres es denn mit Germanistan?

  • @xyz: Sicher ist es egal, ob Germane oder Musel. Der Musel will kommen, dann soll er auch arbeiten. Soviel zur Integration. Vollkaskodenken und soziale Hängematte werden aufgrund der immer weniger werdenden, arbeitenden Germanen dann nicht mehr möglich sein. Oder wir haben dann Zustände, wie im Muselland.

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