Demografiegipfel
Bundesregierung setzt auf flexible Alte

Beim demografischen Wandel in Deutschland setzt die Bundesregierung auf die Flexibilität der alternden Bevölkerung. Beim ersten Demografiegipfel wird derzeit über Zukunftsstrategien diskutiert.
  • 6

BerlinDie Herausforderungen einer alternden Gesellschaft können nach Ansicht der Bundesregierung nur mit einer flexiblen Bevölkerung bewältigt werden. Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte am Donnerstag auf dem ersten Demografiegipfel in Berlin, die Regierung wolle den demografischen Wandel positiv gestalten. "Dafür brauchen wir Mut, Zuversicht und vor allem die Handlungs- und Veränderungsbereitschaft jedes Einzelnen."

Die Bundesregierung hatte im April eine Demografiestrategie verabschiedet und einen Dialog über das Thema angestoßen. Friedrich erwartet erste konkrete Ergebnisse im Frühsommer 2013. Jetzt diskutierten erst einmal Minister aus dem Bund und den Ländern sowie Spitzenvertreter der Sozialverbände, Wissenschaftler und Bürger im Berliner Congress Center über Chancen und Potenziale des demografischen Wandels. Für den Nachmittag hatte sich auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angesagt.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte, ohne Gegenmaßnahmen schrumpfe das Potenzial an Arbeitskräften bis zum Jahr 2025 um bis zu sechs Millionen Menschen. Trotzdem seien junge Erwachsene ohne Berufsabschluss stark von Arbeitslosigkeit bedroht. Ein großes Potenzial bildeten alleinerziehende Frauen und Wiedereinsteigerinnen.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) verwies darauf, dass Demenzkranke und Menschen mit Behinderung nicht nur bessere, sondern auch längere Zuwendung benötigten. Die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) forderte, für die Pflege müssten Menschen mit Sprachkompetenz und interkulturellem Hintergrund gewonnen werden.

Seite 1:

Bundesregierung setzt auf flexible Alte

Seite 2:

Leben im ländlichen Raum muss bezahlbar bleiben

Kommentare zu " Demografiegipfel: Bundesregierung setzt auf flexible Alte"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Und das Gejammer über die Alten ist mittlwereile dümmlich und vor allem mehr als schäbig.
    Wer hat denn den Wohlstand in D. geschaffen, den wir heute haben? Doch nicht diese Teenager die sich im Bundestag vermehrt breit machen, weil sie eine normale Arbeit nämlich niht finden und nirgendwo so gut verdienen würden mit ihren noh nicht mal 30 Jahren
    Solche Mißfelders und Konsorten, deren saudummes Geschwätz ohne jede Ahnung und Substanz man gestern wieder bei Illner bewundern durfte.
    Wenn die Alten so lästig sind, hätte ich da eine Idee:
    Man jagt drei Mal wöchentich ein paar Hundert Alte bei Rot über die Ampeln und erklärt das dann zum sozialverträglichen Ableben
    Wir haben mehr als 80 Mrd. € jährlich um Unterschicht-Zuwanderung zu finanzieren, da ist die Gesundheitsvorsoge noch nicht mal dabei, aber wir haben kein Geld ordentliche Renten zu zahlen, da der Staat uns ja auch noch die Beiträge aus der Rentenkasse klaut
    Mein Gott, was für ein armseliges Land sind wir geworden.
    Man muß sich mittlwerweile wirklich schämen in einen geistig, moralisch ethisch so herunter gekommenen Land zu leben

  • ""das Potenzial an Arbeitskräften bis zum Jahr 2025 um bis zu sechs Millionen Menschen. "

    Das passt dann ja gut zu den Zahlen der Unterbeschäftigung des statistischen Bundesamtes, Stand 2011: Da wir 7,4 Mio. Unterbeschäftigte haben bleibt bei 6 Mio. sinkenden Arbeitskräftepotential nur noch eine Lücke an Stellen von 1,4 Mio.

    endlich kann nach der Massenarbeitslosigkeit seit den 1970er jahren zumindest in DE die Arbeitslosenzahl sinken -- oder steht dem etwa entgegen, dass viele Migranten in DE nicht ausgebildet sind und deshalb unvermittelbar?

    da hätte ich zufälligerweise auch eine Idee für.

  • @margrit17888

    Lohnentwicklung Reallöhne

    Australien plus 22%
    Dänemark plus 19%
    Norwegen 30%
    Frankreich 10%
    Deutschland minus 0,8%(Quelle ILO und EU)

    die anderen Länder haben auch eine alternde Bevölkerung, was aber kein Wunder ist, denn die Weltbevölkerung ist global am altern --- auch in Schwellenländern. Auch ist Vollzeit arbeiten in vielen Ländern 35-Std-Woche, also bessere Arbeitsbedingungen.

    Rentenniveau ist auch in vielen Ländern mittlerweile besser als hier, Lohnniveau ist besser als hier, man kann sich in vielen Ländern besser weiterentwickeln. Außerdem kann man sich da eher noch frei entfalten -- haben genug Platz und ist weniger stark reguliert.

    ich finde, man wird nirgends finanziell so stark stranguliert wie in Deutschland. Bei sinkenden Reallöhnen immer mehr selbst zahlen.

    auch kann man sich in anderen Ländern eher Wohneigentum und ähnliches leisten.

    die Löhne waren dort schon immer höher als hier, aber das ist noch extremer geworden. Und neue Ideen wie PKW-Maut auf allen Straßen erscheinen es noch unattraktiver in DE zu leben, wo man eh schon ein wandelnder Münzautomat sein muss.

    außerdem würde der ländliche Raum dann erst Recht sterben -- oder kann jemand bei km-weiser Abrechnung noch pendeln?

    sollten die das durchsetzen, wander ich auch aus -- in ein Land, wo man noch in Ruhe Autofahren kann ohne Totalüberwacht zu werden und ausgepresst zu werden.

    wenn DE seine Bevölkerung halten will, dann muss man denen schon was bieten. Kann mir keiner erzählen, dass es nicht auch ökonomische Gründe hat, dass immer weniger Kinder hier geboren wurden.

    der Hauptkonflikt ist der zwischen Arbeit und Kapital -- da ist die Hauptursache, warum Arbeitnehmer immer mehr ausgebeutet werden.

    Deutschland ist immer mehr auf Auspressung und Ausbeutung gebaut. Motivierte Arbeitnehmer -- das soll ein Witz sein.










Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%