Demografischer Wandel
Doch für die Zukunft gerüstet

Auf den demografischen Wandel starren alle wie die Maus auf die Schlange. Vielleicht zu ängstlich. Nach einer aktuellen Studie soll der deutsche Staat die künftigen Entwicklungen angeblich besser verkraften, als vielfach vermutet wird. Unter bestimmten Voraussetzungen allerdings, heißt es einschränkend.

HB HAMBURG/BERLIN. Deutschland sei dem Ziel, „in einer alternden Gesellschaft langfristig tragfähige Finanzen zu sichern, ein deutliches Stück näher gekommen“, heißt es laut „Spiegel“ im zweiten Tragfähigkeitsbericht des Bundesfinanzministeriums, den die Bundesregierung in Kürze vorlegt. Ursache für die verbesserte Ausgangslage seien die weitgehend sanierten Haushalte von Bund und Ländern, aber auch die Einführung der Rente mit 67. Jede Abweichung vom Konsolidierungskurs würde nach wie vor bestehende Risiken – etwa im Gesundheitssektor – aber wieder erhöhen.

Für den Fall, dass die Bevölkerung von derzeit 82 Millionen Menschen bis 2050 nur auf 77,5 Millionen sinkt und das Wirtschaftswachstum bis dahin jährlich zwischen 1,4 und 1,7 Prozent pendelt, bestehe kein zusätzlicher Reformbedarf, sagt der Bericht voraus. Sinkt die Bevölkerung dagegen in einer ungünstigeren Variante auf 70 Millionen Menschen und wächst das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2050 nur zwischen 0,6 und 1,0 Prozent, müsste der Staat laut „Spiegel“ jedes Jahr rund 50 Milliarden Euro durch Einsparungen oder Mehreinnahmen aufbringen, um die Lücke zu schließen.

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