Demographischer Wandel
Merkel: Gesellschaft nicht auseinanderdriften

Kanzlerin Merkel ruft zu Zusammenhalt auf: Alle müssten sich auf eine ältere und zahlenmäßig kleinere Erwerbsbevölkerung einstellen. Das Thema der demographischen Entwicklung bekomme bisher noch zu wenig Aufmerksamkeit.
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BerlinAngesichts des demografischen Wandels hat Kanzlerin Angela Merkel die Menschen in Deutschland zum Zusammenhalt aufgefordert. Alte und Junge, Familien und Alleinstehende, Gesunde und Kranke, Einheimische und Zugewanderte: „Überall müssen wir schauen, dass die Gesellschaft nicht auseinanderdriftet“, mahnte die CDU-Vorsitzende am Dienstag in Berlin. Der veränderte Altersaufbau der Gesellschaft wirke sich auf alle Lebensbereiche aus. „Alle müssen sich auf eine ältere und zahlenmäßig kleinere Erwerbsbevölkerung einstellen.“

Als Reaktion darauf will die Bundesregierung an diesem Mittwoch eine Strategie beschließen, die dann bereit diskutiert werden soll. Die Regierung könne den Prozess nicht alleine gestalten, sagte Merkel. Mitziehen müssten Bund, Länder, Kommunen, Sozialpartner, Verbände und Bürger - und sie alle bräuchten einen langen Atem. Die Kanzlerin mahnte: „Wenn wir heute nicht anfangen, werden wir es immer schwerer haben, auf die Veränderungen zu reagieren.“ Das Thema verdiene allerhöchste Aufmerksamkeit, auch wenn es oft unterschätzt werde und auch noch nicht richtig sichtbar sei.

Bis zum Jahr 2030 wird sich der Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland weiter deutlich verändern. Nach offiziellen Angaben gibt es derzeit 49,8 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter von 20 bis 64 Jahren. Bis zum Jahr 2030 wird deren Zahl nach Vorausberechnung des Statistischen Bundesamtes um 6,3 Millionen sinken

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Demographischer Wandel: Merkel: Gesellschaft nicht auseinanderdriften"

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  • Die Gesellschaft ist bereits auseinandergedriftet.
    Kinderlose verheiratete begünstigt, junge Eltern und Alleinerziehende benachteiligt. Das ist bewusst politisch entschieden. Die Frage ist woher soll das Innovationspotenzial in der Zukunft kommen? Sind es die über 50 Järigen die Querdenken und neue Technologien entwickeln? Sind die Ü50 physisch und psychisch in der Lage die sozialen Berufe auszuüben? Erzieher oder Altenpfleger? Diese Rechnung wird nicht aufgehen.
    Wird die Belastung für die junge Generation zu groß, wird man wieder eine Mauer benötigen um Sie im Land zu halten.

  • @Alle

    ..folglich ist es doch so wie Sarrazin in seinem Buch schreibt!...

    Deutschland schafft sich ab!

    Wahrheiten werden verdreht - Gastarbeiter - das waren Gäste die gearbeitet haben -

    heute kommen doch nur noch Wirtschaftsflüchtligen - diese landen in unserer sozialen Hängematte - oder im Knast (kommt mir jetzt keiner mit den 1% über die es nichts zu meckern gibt)

    Ich allerdings habe ganz klar folgendes Problem...Welche Partei wählt man denn in einem Jahr??? Und nicht wählen heißt die Demokratie mit Füssen treten!!! Das scheidet aus!

    Ich hab keine Ahnung - komisch ist nur...Für meine Interessen müsste meine Stimmen splitten!

    Gut also DIE LINKE und NPD!?!?!?!?!?!

    Das hört sich jetzt total bescheuert an...und weil es so bescheuert ist...ist es wieder normal?????

  • „Überall müssen wir schauen, dass die Gesellschaft nicht auseinanderdriftet“, mahnte die CDU-Vorsitzende am Dienstag in Berlin.


    .... da sind wir aber froh, dass der Springer-Beauftragten gar nicht einfallen will, wie sehr die staatlich organisierten Vermögensverhältnisse in dieser Gesellschaft die Privilegierten bevorrechten und den Rest der Bevölkerung dafür blechen lassen, dass die Reichen reicher werden ... danke, Frau Pastorentochter, so haben wir uns sie gewünscht. Es grüsst Ihre Friede und Ihre Liz

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