"Demokratische Linke/PDS“
Linksbündnis hat neuen Namen

"Demokratische Linke/PDS", so heißt jetzt das Linksbündnis aus WASG und PDS, teilte PDS-Parteichef Lothar Bisky in Berlin mit. Unterdessen hat sich der mitgliederstärkste Landesverband NRW gegen ein Bündnis mit der PDS ausgesprochen.

HB BERLIN/LEVERKUSEN. Das geplante Linksbündnis mit der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) soll nach dem Willen der PDS unter dem Namen "Demokratische Linke/PDS" in den Bundestagswahlkampf ziehen. Das teilte PDS-Parteichef Lothar Bisky am Samstag in Berlin nach einer Sitzung des Parteivorstandes mit. Das Gremium billigte die Einigung auf ein Bündnis mit der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit. Die PDS werde der WASG anbieten, ihre Listen für deren Mitglieder zu öffnen. Der neue Name soll auf einem PDS-Parteitag am 17. Juli erörtert werden.

Zuvor war das geplante Linksbündnis mit der PDS bei der Basis der WASG auf erheblichen Widerstand gestoßen. Im mitgliederstärksten Landesverband in Nordrhein-Westfalen sei die Mehrheit gegen ein Zusammengehen mit der PDS bei einer vorgezogenen Bundestagswahl, hieß es bei einem Treffen am Freitagabend in Leverkusen. So erklärte etwa Peter Löwisch vom Vorstand des WASG-Kreisverbandes Köln: "Ich weigere mich, einen Wahlkampf für die PDS zu führen." Die Kritiker wollen eine Urabstimmung über das Bündnis erreichen und es somit kippen. Am Sonntag wollen die WASG-Gremien in Kassel über das Bündnis mit der PDS entscheiden.

Die PDS-Spitze hat am Samstag in Berlin über das Bündnis beraten. Beide Parteien hatten sich zuvor geeinigt, dass WASG - Mitglieder auf offenen Listen der PDS bei der geplanten Bundestagswahl im September antreten. Die PDS will im Gegenzug ihren Namen ändern oder ganz aufgeben. Das Bündnis will mit dem früheren SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine und Ex-PDS-Chef Gregor Gysi an der Spitze drittstärkste Kraft werden.

Die PDS würde nach Ansicht Gysis die Hauptlast des neuen Linksbündnisses tragen. "Die PDS ist eine starken Ostpartei, die WASG ist eine vergleichsweise noch schwache Westpartei", sagte Gysi der "Sächsischen Zeitung".

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