Demonstration in Frankfurt

Kapitalismuskritiker stürmen EZB-Gelände

Über hundert Blockupy-Aktivisten ist es gelungen bei einer Demonstration, auf das Gelände der neuen EZB vorzudringen und das Gebäude mit Farbbeuteln und Steinen zu bewerfen. Die Polizei wurde von der Aktion überrascht.
Update: 22.11.2014 - 19:59 Uhr 1 Kommentar
Ausschreitungen bei EZB-Demo
Blockupy-Demonstration an EZB eskaliert
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Zwischen zwei- und dreitausend Demonstranten hatten sich am Samstag vor dem Neubau der Europäischen Zentralbank zu einer Blockupy-Demonstration gegen Bankenmacht und Kapitalismus versammelt. Auch dabei: Einige Dutzend auf Krawall gebürstete Teilnehmer.

Blockupy-Demonstration an EZB eskaliert
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Etwa 80 Demonstranten kletterten über Bauzäune und das Haupteingangstor vor dem Gebäude. Außerdem ...

Blockupy-Demonstration an EZB eskaliert
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... rissen sie Sicherheitszäune um, durchbrachen Absperrungen und drangen auf das Gelände vor.

Blockupy-Demonstration an EZB eskaliert
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Polizisten wurden mit Tritten und Schlägen angegriffen, schon zuvor waren Farbbeutel und Steine geflogen.

Blockupy-Demonstration an EZB eskaliert
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Den Polizisten gelang es, die Aggressoren zu stoppen, es kam zu einem gezielten Tränengas-Einsatz.

Blockupy-Demonstration an EZB eskaliert
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Nach einigen Minuten beruhigte sich die Lage schließlich wieder: Die Demonstranten verließen das Gelände freiwillig. Beamte wurden nicht verletzt, ein Blockupy-Sprecher berichtete von „einigen wenigen Verletzten durch Pfefferspray“.

Frankfurt am MainMit Farbbeuteln und Steinen haben Aktivisten des bankenkritischen Blockupy-Bündnisses am Samstag den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt beworfen. Zuvor waren rund 80 Demonstranten über Bauzäune geklettert und so auf das Gelände gelangt, wie ein Polizeisprecher sagte. Außerdem seien Polizisten durch Tritte und Schläge angegriffen worden. Daraufhin habe es einen gezielten Pfefferspray-Einsatz gegeben.

Polizeibeamte seien nicht verletzt worden, ein Blockupy-Sprecher berichtete von „einigen wenigen Verletzten durch Pfefferspray“. Nach einigen Minuten verließen die Aktivisten das Gelände im Frankfurter Ostend wieder. Die Polizei hatte ihre Zahl zunächst mit 150 angegeben. Die Veranstalter sprachen von insgesamt bis zu 3000 Teilnehmern, die Polizei zählte rund 2000 Demonstranten.

Diese hatten sich zunächst an der Paulskirche versammelt und gegen das „Krisenmanagement“ in Europa demonstriert. Anschließend ging der Demonstrationszug zum neuen EZB-Gebäude, das gerade bezogen wird. Die Demo stand unter dem Motto „Umzug zur neuen EZB – wir packen mit an!“.

Für die offizielle Eröffnung des EZB-Neubaus am 18. März kommenden Jahrens kündigte das Bündnis weitere Aktionen an.

  • dpa
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1 Kommentare zu "Demonstration in Frankfurt: Kapitalismuskritiker stürmen EZB-Gelände"

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  • Man muss sich nur die Gestalten genau anschauen. Links-Radikale Hausbesetzer, Antifa-Autonome mit Bankräubertüchern und Rastlocken. Und die Links-Partei mitten drin. Das sind auch die Brandstifter bei den Anti-Salafisten-Demos! Von wegen Rechte ...

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