Demonstrationen und Aktionen am 21. Oktober
Schmoldt mahnt DGB zur Mäßigung

Der Chef der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie, Hubertus Schmoldt, ist auf deutliche Distanz zu dem vom DGB geplanten Aktionstag gegen die schwarz-rote Reformpolitik am 21. Oktober gegangen.

DÜSSELDORF. "Ich bin sehr dafür, dass wir aus den Erfahrungen mit der Agenda 2010 lernen und Reformprozesse mit begleiten und gestalten", sagte Schmoldt dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Die Forderungen der Gewerkschaften dürften aber nicht utopisch sein. Ein Spekulieren auf "französische Verhältnisse" in Deutschland sei abwegig: "Die Hoffnung, dass die Gewerkschaften die große Koalition aus den Angeln heben könnten, halte ich für illusionär, um es vorsichtig zu sagen", erklärte Schmoldt.

Zugleich wandte sich der Gewerkschafter gegen überzogene Kritik an den Eckpunkten zur Gesundheitsreform: "Eine Ablehnung in Bausch und Bogen halte ich für überzogen". Positiv hob er hervor, dass der Solidarausgleich in der Krankenversicherung erhalten bleibe: "Das sollte man würdigen"

Der DGB-Vorstand hatte für den 21. Oktober "Demonstrationen und Aktionen" in sechs bundesdeutschen Städten angekündigt. In der IG Metall war bereits von einem "heißen Herbst" für die Koalition die Rede.

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