Demoskopie
Umfrage-Mehrheit für Schwarz-Gelb

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahlen wären, würden Union und FDP zusammen eine Koalition bilden können: Der jüngsten Forsa-Umfrage zufolge käme Schwarz-Gelb zusammen auf 49 Prozent. Die SPD sackt dagegen weiter ab.

HB BERLIN. Der wöchentlich erstellten Umfrage zufolge gewinnt die Union im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte hinzu und kommt auf 39 Prozent. Diesen Wert erreichte die Union zuletzt im Mai 2006. Die FDP liegt wie in der Vorwoche unverändert bei 10 Prozent.

Die SPD verliert bei der Wählerzustimmung im Wochenvergleich einen weiteren Zähler und kommt nur noch auf 24 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert seit der Bundestagswahl. Dagegen kommt Die Linke mit 13 Prozent (plus 1 Punkt) auf ihren höchsten Stand seit der Wahl 2005. Sie wäre damit die drittstärkste politische Kraft im Bund. Wie die Freidemokraten verharren auch die Grünen im Vergleich zur Vorwoche auf 10 Prozent. Für „sonstige Parteien“ würden sich 4 Prozent der Bürger entscheiden (minus 2 Zähler).

Zugpferd der Union ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Rund 80 Prozent der Unionsanhänger stehen hinter ihr. Und auch 42 Prozent der SPD-Wähler sprechen sich im direkten Vergleich mit SPD-Chef Kurt Beck für die CDU-Kanzlerin aus. Nur 30 Prozent der SPD-Anhänger hätten lieber Beck als Regierungschef. Von allen Befragten wünschen sich derzeit nur 17 Prozent Kurt Beck als Bundeskanzler. Für Merkel sprechen sich 55 Prozent aus - laut Forsa ein Jahresrekordwert.

Forsa hat für die Umfrage nach eigenen Angaben vom 18. bis 22. Juni 2 501 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt.

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