Der Fall Anis Amri

BAMF-Chef sieht keine Fehler im eigenen Haus

Anis Amri kam als tunesischer Flüchtling nach Deutschland. Immer wieder täuschte der mutmaßliche Attentäter von Berlin die deutschen Behörden. BAMF-Chef Weise sieht aber keine Versäumnisse seiner Behörde.
Update: 30.12.2016 - 07:57 Uhr 33 Kommentare

Das Bekennervideo von Amis Amri

Berlin/KarlsruheNach den bisherigen Ermittlungen zum Terroranschlag von Berlin und dem mutmaßlichen Attentäter Anis Amri sieht das Bundesflüchtlingsamt keine Versäumnisse im eigenen Haus. „Amri ist nicht durch das Raster des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) geschlüpft“, sagte Behördenchef Frank-Jürgen Weise der „Bild“-Zeitung (Freitag). „Vorwürfe mache ich mir daher nicht, aber der Anschlag macht mich sehr betroffen. Der Fall Amri ist Anlass, einige Prozesse auch in unserem Hause nochmals genau zu überprüfen.“

Weiter sagte Weise: „Bis jetzt kann ich keine Fehler des BAMF im Fall Amri erkennen.“ Allerdings gelte auch. „Wir sind noch mitten in der Aufarbeitung und müssen uns alle Details genau anschauen, erst danach kann man eine abschließende Bewertung vornehmen.“

Amri erreichte 2011 als tunesischer Flüchtling Italien, saß dort wegen verschiedener Straftaten mehrere Jahre hinter Gittern und kam im Juli 2015 nach Deutschland. Immer wieder täuschte der mittlerweile getötete mutmaßliche Attentäter die deutschen Behörden, benutzte Aliasnamen, stellte mehrere Asylanträge, kam vorübergehend in Abschiebehaft, lebte mal in Nordrhein-Westfalen, mal in Berlin. Schließlich entzog er sich der Überwachung der Behörden.

Der scheidende BAMF-Präsident wies darauf hin, dass es im europäischen Asylregister Eurodac keinen Treffer zu Amri gegeben habe. „Wir konnten also nicht wissen, ob er einen Antrag stellte und dieser in Italien abgelehnt worden war. Aber: Selbst wenn wir es gewusst hätten, hätte Amri hier einen Asylantrag stellen können - den hätten wir dann ebenfalls abgelehnt.“ Das Eurodac-System funktioniere nur, wenn es auch von allen Ländern gründlich mit Daten befüllt werde. „Deutschland tut das intensiv. Wir setzen uns gegenüber den anderen EU-Mitgliedsstaaten dafür ein, dass sie es auch tun.“

Ermittler stehen mit leeren Händen da
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33 Kommentare zu "Der Fall Anis Amri: BAMF-Chef sieht keine Fehler im eigenen Haus"

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  • „Wir reden über Videoüberwachung und Fußfesseln, aber über das, was falsch gelaufen ist, reden wir nicht“, sagte der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz

    Das ist wohl kein Vorwurf, sondern das Programm der Grünen. Wer den Mund aufmacht, ist ein Nazi.

  • Die Politik setzt immer die gleichen Leute ein ob Weise oder Mehdorn.

    Wenn ich mir nur die Arbeitsagenturen ansehe, dann sehe ich das dummschwaller das sagen haben. Ich sehe da keine erfolge.
    Bewerbungsträinig 2 Monate Eigentümer der Schulung,
    der Bayrische Arbeitgeber Verband.
    Dozenten zum Billig Lohn, Teilnehmer, Spätestens nach 2 Tagen stehen die Unterlagen, aber 40 Tage die Stunden absitzen.
    Lebenslauf Von Neu nach Alt, aber nicht so, das Programme Sie richtig erfassen
    Anschreiben, für Personaler, aber nicht so das Programme Sie nach den richtigen Stichworten sortieren.
    Wie die werden per SW vorsortiert? Aber da müßte man sich ja mit dem PC auskennen. Bei der Preisklasse von Dozenten.......
    Sachbearbeiter bei der Agentur, Kunden nach Namen zuteilen, nicht wie Früher nach Berufen. So kennen die weder die Berufe, die Tätigkeiten noch die Firmen vor Ort. Aber auf dem Papier sieht das gut aus. Alles Neu geordnet.
    Erst mal eine feststellung vom Profil und was Arbeitgeber suchen, und danach Schulungen? Nö da losen wir mal.
    Vermittlungsvorschläge vom Arbeitgeberservice? Na die senden wir erst zum Arbeitslosen, wenn die schon vergeben sind. Da bekommt ein ungelernter die Aufforderung sich auf eine Facharbeiterstelle zu bewerben, und wenn man als Facharbeiter nach der Stelle fragt, weil man den Kollegen kennt der die Aufforderung bekommen hat, kommt als Antwort, von der Stelle wissen wir nichts.
    Tolle Leistung, und weil er da als Boss so gut war, hat er das jetzt da zu bekommen.
    Und da soll man sich wundern, das er in seinem Laden keinen Fehler sieht.








  • Kleiner Jahresrückblick ... oder ist denn schon wieder Sylvester?

    Merkwürdige Dinge geschehen derzeit in Deutschland. Obwohl die Parteien und staatsfrommen Medien im Tagestakt beteuern, dieses Land sei sicher, die Kriminalität sei durch Migranten nicht gestiegen, Flüchtlinge seien keineswegs krimineller als diejenigen, „die schon länger hier leben“ (A. Merkel), „rüsten“ sich Köln und andere deutsche Städte für die kommende Silvesternacht.

    Wobei „rüsten“ buchstäblich gemeint ist: Üppige Polizeiaufgebote, Überwachungskameras und sogenannte neue Veranstaltungskonzepte sollen sexuelle Übergriffe und Gewalttaten verhindern. Da es aber offiziell zumindest keinen importierten Kriminalitätsanstieg gibt, fragt sich der Eingeborene, der jahrzehntelang unbehelligt Silvester feierte, irritiert: Wozu?

    Dort, wo sich „im Rhein, im schönen Strome“, wie Heine dichtete, „mit seinem großen Dome das große, heilige Köln“ spiegelt, ist obendrein ein „Böllerverbot“ angekündigt. In Düsseldorf übrigens auch. Nachdem deutsche Empathie-Athleten vor der längst legendären Silvesterkirmes 2015 schon einmal darüber debattiert hatten, ob die Knallerei nicht in traumatisierten Bürgerkriegsflüchtlingen schreckliche Erinnerungen wachrufen könnte und besser unterbleiben möge, haben sich die Begründungen nunmehr freilich um 180 Grad gedreht.

    Immerhin ist der Kölner Dom als Symbol des Christentums vergangenes Jahr von muslimischen Schutzsuchenden so massiv mit Silvesterraketen beschossen worden, daß sich bei den Besuchern drinnen der Wunsch nach Schutz zu regen begann. Überhaupt dürfte 2016 als jenes Jahr in die Annalen eingehen, in welchem Schutzsuchen vor Schutzsuchenden zur Trendsportart avancierte.

    Die Unbeschwertheit, die den Alltag dieses Landes vor Merkels Willkommensstaatsstreich kennzeichnete, ist dahin.

    Trotz alledem, ich wünsche einen guten Rutsch nach 2017! Endlich wieder Wahljahr!

  • Da bin ich heilfroh, dass ich noch lebe und ich in 2016 nur einen Sachschaden von 4.500,- € abzuschreiben habe. Übrigens, das Verfahren wurde nach 3 Monaten von der Staatsanwaltschaft eingestellt........

    Gegen 20 Uhr hörte Rudolf R. vom Wohnzimmer aus lautes Geschrei auf der Straße und einige dumpfe Schläge. Als er aus dem Fenster sah, bemerkte er eine Gruppe von etwa 10 – wie sagt man? – “Personen mit nordafrikanischem Aussehen” die sich bei seinem Fahrzeug aufhielten.
    Als die Neubürger weg waren, sah Rudolf R. nach seinem Auto. Dabei stellte er fest, dass Dach und Motorhaube großflächig deformiert waren. Nach der Spurenlage waren die Zuwanderer entweder auf Motorhaube und Autodach gesprungen oder hatten die Beschädigungen mit massiver stumpfer Gewalteinwirkung verursacht.
    Der Schaden beträgt mindestens 4000 Euro. Nun raten Sie mal, wer dafür aufkommt? Nein, es ist nicht Angela Merkel.
    Rudolf R. hat bei der Polizeiinspektion Erding Anzeige erstattet. Wie die Beamten verlauten ließen, ist die Tätergruppe dort “gut bekannt”.
    Und die Flüchtlinge? Die haben dann in der Innenstadt weiter Halli-Galli veranstaltet:

    Gegen 19.30 Uhr ging bei der E. Polizei der erste Notruf ein: „Passanten haben uns informiert, daß zwei Ausländer auf den Christbaum auf den Schrannenplatz geklettert waren. Sie rissen die Lichterkette und Äste herunter. Dabei schrien sie laut herum“, sagte Hauptkommissar Florian L. dem Münchner Merkur.

    Wenig später sei ein weiterer Notruf eingegangen, weil zwei Frauen von Asylbewerbern belästigt wurden. Mehrere Beamte machten sich daraufhin auf den Weg und trafen die Gruppe Asylbewerber vor einem Döner-Laden an. „Ehe wir mit der Befragung beginnen konnten, wurden einige aus der Gruppe aggressiv usw.

    Inzwischen ist ein Jahr vergangen und ich wünsche noch einen guten Start in 2017.

  • Der BAMF-Chef sieht keine Fehler . Die Kanzlerin sieht auch so manches nicht ! Ich sehe auch nicht Alles ! Aber es gibt Ereignisse , die man nicht sieht und trotzdem sind sie da.

  • Solange die schlingerhaft agierende Merkel in dieser Republik weiterhin Bundeskanzlerin ist, wird es wiederholt Anschläge auf unschuldige Menschen in dieser Bananenrepublik geben. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Die Unfähigkeit von Bundesministerien, -ämtern und weiteren öffentlichen Stellen wird von ihr, Angela Merkel, offensichtlich noch gedeckt.

    Bloß nicht auffallen und den Ball flachhalten ...

    ... für wen eigentlich?

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • "BAMF-Chef sieht keine Fehler im eigenen Haus"

    Allein die Tatsache, dass der traumatisierte, schutzsuchende Facharbeiter Amri 7 (sieben) verschiedene Identitäten "nutzen" konnte zeigt, was in Deutschland inzwischen "möglich" ist.

    Hier "keine Fehler" zu erkennen, kann nur unseren "Eliten" passieren.....

  • Herr Stefan Rademacher - 30.12.2016, 10:26 Uhr

    Man kann es Sabotage nennen oder Herbeiführung bewusster Krisen, um bestimmte Gesetze zu verabscheiden.

    ich habe s vor zwei Jahren schon mal im Bekanntenkreis anklingen lassen, da wurde ich belächelt, sind doch alles nette Menschen die da kommen.Mittlerweile haben einige im Bekanntenkreis die Seiten gewechselt, da musste ich nur schmunzeln. Viele, von denen ich das nicht gedacht hätte, werden aus Protest gegen Merkel, Gabriel und die Grünen Deutschlandhasser die AfD wählen.
    Es geht nicht anders. Leider.

  • Ich persönlich bin nicht mehr länger bereit und gewillt, die mir aus Berlin und Brüssel seit Jahren diktierten Realitäten so weiter hinzunehmen. Ich will keinen hochgerüsteten Polizei- und Überwachungsstaat, der anscheinend nur dadurch noch öffentliche Plätze und Veranstaltungen absichern kann.
    Ich kann mich morgen Nacht in meinem eigenen Land nicht mehr frei und unbewaffnet bewegen, weil ich jederzeit damit rechnen muß, Opfer von importierter Kriminalität zu werden - und nein, das sind keine Einzelfälle.

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