"Der falsche Weg"
Handelskonzerne stemmen sich gegen höhere Mehrwertsteuer

Nach der Metro AG haben einem Bericht des Handelsblatts (Freitagausgabe) zufolge auch die Handelskonzerne Karstadt-Quelle, Rewe und Otto die Politiker vor einer Erhöhung der Mehrwertsteuer gewarnt. So befürchtet der Essener Warenhauskonzern Karstadt-Quelle, dass der Inlandskonsum durch eine Steueranhebung einen kräftigen Dämpfer bekommt.

HAMBURG. „Wir sehen eine Mehrwertsteuererhöhung kritisch. Sie würde aber unsere Sanierung nicht belasten“, sagte ein Konzernsprecher dem Handelsblatt. Der Warenhauskonzern hatte 2004 einen milliardenschweren Verlust eingefahren.

Auch der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) stemmt sich gegen eine Steuererhöhung. „Dies ist der falsche Weg“, sagte ein Sprecher des Verbands. So hätten die deutschen Handelsunternehmen angesichts des schlechten Konsumklimas keine Möglichkeit, eine Erhöhung der Verbrauchersteuer von derzeit 16 auf 18 Prozent an die Kunden abzuwälzen. „Es dürfte nicht möglich sein, eine Steuererhöhung in den Preisen weiterzugeben“, befürchtet auch ein Sprecher der Kölner Rewe-Gruppe. Dies würde das Ergebnis der Handelsgruppe belasten.

In den großen Parteien wird derzeit darüber diskutiert, die Mehrwertsteuer von 16 auf 18 Prozent zu erhöhen. Metro-Chef Hans-Joachim Körber hatte sich am Mittwoch gegen eine Steuererhöhung ausgesprochen.

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