Wie wichtig ist denn nun die Klassengröße?
Zöllner: Die Forschung sagt eindeutig, dass sie – in realistischen Größenordnungen – keine Rolle spielt. Das gilt nicht für bestimmte Phasen wie den Schulbeginn und für das Erlernen von Sprachen. 36 Schüler sind für mich aber keine realistische Größe mehr. Für die Belastung der Lehrer spielt die Klassengröße allerdings auf jeden Fall eine enorme Rolle.
Hüther: Individuelle Förderung können Sie in Klassen mit mehr als 24 Schülern vergessen. Zumal das Lehrdeputat heute so hoch ist wie zuletzt in der Kaiserzeit. Die Steiermark in Österreich hat gerade beschlossen, Klassen ab 26 Schülern zu teilen. Ohne Mut und finanziellen Einsatz werden wir auch 2012 nur Mittelmaß sein.
Das Gespräch moderierte Barbara Gillmann.


