Der Hamburger Terror-Verdächtige Motassadeq und die deutsche Justiz
Chronologie des Terror-Prozesses

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg muss sich erneut der Marokkaner Mounir El Motassadeq als Helfer der Attentäter vom 11. September 2001 verantworten - eine Chronologie.

11. September 2001:
Bei den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon kommen in den USA rund 3000 Menschen ums Leben. Eine Spur führt nach Hamburg. Dort hatte der Todespilot Mohammed Atta gewohnt. Zu den Freunden der Gruppe gehörte auch Motassadeq.

27. November 2001:
Gegen Motassadeq wird Haftbefehl wegen Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung erlassen. Er kommt zunächst in Wuppertal in Untersuchungshaft.

28. August 2002:
Generalbundesanwalt Kay Nehm erhebt vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht (OLG) in Hamburg Anklage.

22. Oktober 2002:
Prozessbeginn vor dem OLG in Hamburg. Es ist das weltweit erste Verfahren um die Anschläge.

19. Februar 2003:
Motassadeq wird wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 3000 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er legt Revision ein.

28. Januar 2004:
Beginn des Motassadeq-Revisionsverfahrens vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe.

4. März 2004:
Wegen Mängeln in der Beweiswürdigung hebt der BGH den Schuldspruch gegen Motassadeq auf und verweist das Verfahren zurück.

7. April 2004:
Das OLG Hamburg setzt den Haftbefehl gegen Motassadeq außer Vollzug. Motassadeq darf nach rund zwei Jahren und vier Monaten das Untersuchungsgefängnis Hamburg verlassen.

10. August 2004:
Vor dem OLG beginnt die Neuauflage des Prozesses.

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