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„Der Mann hat doch recht“: Auch CDU-Basis stimmt Sarrazin zu

Vor der erwarteten Entscheidung der Bundesbank über einen Rauswurf ihres Vorstandsmitgliedes Thilo Sarrazin hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) den Banker kritisiert. An der CDU-Basis erhält Sarrazin dagegen Unterstützung für seine provokanten Thesen zur Integration.

Thilo Sarrazin verlässt am Mittwoch (01.09.2010) in Frankfurt am Main das Hauptgebäude der Deutschen Bundesbank. Quelle: dpa
Thilo Sarrazin verlässt am Mittwoch (01.09.2010) in Frankfurt am Main das Hauptgebäude der Deutschen Bundesbank. Quelle: dpa

BERLIN. „Die weit überwiegende Zahl der Mitglieder und Anhänger der CDU stimmt den Beschreibungen von Sarrazin zu“, sagte der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach dem "Tagesspiegel". Man teile an der CDU-Basis zwar dessen Erbtheorien nicht und kritisiere auch, dass der ehemalige Finanzsenator von Berlin kaum vernünftige Vorschläge mache. Dessen Beschreibung der Defizite bei der Bildung von Kindern und der Missstände in der Integration treffe allerdings auf breite Zustimmung. „Die Leute sagen: Der Mann hat doch recht.“

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Scharfe Kritik an Sarrazin äußerte dagegen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). „Als Bundesbank-Vorstand ist im Gehalt einbegriffen eine bestimmte öffentliche Zurückhaltung“, sagte er am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. De Maizière fügte hinzu: „Das, was er gemacht hat, verstößt mindestens gegen den Grundsatz „Das tut man nicht“.“

Der Vorstand der Bundesbank wird voraussichtlich am heutigen Donnerstag entscheiden, ob Sarrazin nach seinen umstrittenen Thesen zur Integration von Zuwanderern gehen soll. Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ hat sich der Vorstand bereits intern für die Trennung von Sarrazin ausgesprochen. Es gehe nur noch darum, wie man seine Chancen bei einer Klage gegen den Rauswurf minimieren könne.

De Maizière betonte, die Politik brauche „keine Belehrung“ von Sarrazin. „Wir wissen um höhere Gewaltneigung bestimmter Ausländer. Wir wissen um Integrationsprobleme. Wir haben längst den ungesteuerten Zuzug abgeschafft. Wir verlangen Sprachkenntnisse beim Familiennachzug. Wir haben verbindliche Integrationskurse.“ Die Fragen, die Sarrazin stellt, stelle sich die Politik längst, sagte der Innenminister.

Die Grünen im Bundestag halten derweil eine schnelle Abberufung des umstrittenen Bundesbankvorstands für überfällig. Der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Gerhard Schick, sagte, der frühere Berliner Finanzsenator habe das Geldinstitut mit seinen kritischen Äußerungen über Muslime und zur Integrationspolitik beschädigt.

  • 02.09.2010, 23:05 UhrAnonymer Benutzer: abronzius

    Nach diesem Trauerspiel kann man getrost sagen: Art.5 Grundgesetz ist de facto abgeschafft...Die Entwicklungen,die S. beschreibt,sind allerdings nicht mehr zu stoppen.Dafür sorgt schon das "wohlmeinende" Ausland,das an jeder Schwächung der bRD seine klammheimliche Freude hat und jeden mit der Nazikeule fertigmacht,der dagegen anschreibt.

  • 02.09.2010, 23:02 UhrAnonymer Benutzer: abronzius

    Nach diesem Trauerspiel kann man getrost sagen: Art.5 Grundgesetz ist de facto abgeschafft...Die Entwicklungen,die S. beschreibt,sind allerdings nicht mehr zu stoppen.Dafür sorgt schon das "wohlmeinende" Ausland,das an jeder Schwächung der bRD seine klammheimliche Freude hat und jeden mit der Nazikeule fertigmacht,der dagegen anschreibt.

  • 02.09.2010, 20:06 UhrAnonymer Benutzer: kleiner muc

    Das die Schärfe in Sarrazins Aussagen und die Wortwahl nicht ganz i.O. war laß ich durchaus gelten, aber im Grunde hat er Recht. Man überlege doch nur mal in welchem Land bei den behörden (bwpw. Sozialamt) die Formulare in verschiedenen Sprachen ausgelegt werden.
    Wenn ich was vom türkischen Staat möchte bin ich gespannt, ob die mir auch alle Formulare auf deutsch liefern.
    bei uns läuft gewaltig was schief!!!

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