Der Nachwuchs der CDU/CSU
Hintergrund: Die Junge Union

Die Junge Union (JU) hat derzeit fast 130 000 Mitglieder. Damit ist sie die nach eigenen Angaben größte politische Jugendorganisation Europas.

HB HAMBURG. Als Nachwuchsorganisation von CDU und CSU bekennt sie sich zu deren politischen Zielen und tritt für die Interessen der jungen Generation ein. Die Mitglieder sind mindestens 14 und höchstens 35 Jahre alt. Der CDU oder CSU müssen sie nicht angehören.

Analog zur Union gliedert sich die JU in 18 Landesverbände, die in Bezirks-, Kreis- und Orts- oder Stadtverbände unterteilt sind. Das größte Forum der JU, der jährliche Deutschlandtag, ist mit einem Parteitag vergleichbar. Zwei ehemalige Vorsitzende, Gerhard Stoltenberg (1955-1961) und Matthias Wissmann (1973-1983) brachten es in Bonn zu Ministerwürden.

In ihrer mehr als 50-jährigen Geschichte hat die JU mehrfach versucht, sich als Motor von Reformen zu profilieren. So forderte sie unter dem Vorsitzende Hermann Gröhe (1989-94) von der Mutterpartei ein Umdenken in der Ausländer-, Frauen- und Entwicklungspolitik. Unter Klaus Escher (1994-1998) setzte sich der Unionsnachwuchs für programmatische Erneuerungen und eine Rentenreform ein.

Im Jahr 2003 sorgte der noch amtierende JU-Vorsitzende Philipp Mißfelder mit seinen Ideen zur finanziellen Verbesserung des Gesundheitssystems für Kritik aus allen Parteien. Es sei nicht nachvollziehbar, dass „85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen“, hatte der heute 26-Jährige gesagt. Später schwächte er seine Äußerungen ab.

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