Der politische Gastkommentar
Die Bundeswehr, eine Erfolgsgeschichte

Sie ist die erste Wehrpflichtarmee in der deutschen Geschichte, im In- und Ausland hoch geachtet – und eine ewige Baustelle - Die Bundeswehr wird fünfzig Jahre alt.

Keine deutsche Armee bestand länger. Sie entstand als nationale Streitmacht, weil Frankreich die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) scheitern ließ. Die Bundeswehr ist das Kind der Ehe zwischen Deutschland und der Nato, der Deutschland seit Mai 1955 angehört. Aus vier Gründen ist sie eine der Erfolgsgeschichten des deutschen Wiederaufbaus:

1. Sie ist die erste deutsche Armee, die als Wehrpflichtarmee in einer Demokratie aufgestellt wurde, unter zivilem Oberbefehl und kontrolliert vom Parlament. Dies verlangte, die inhärenten Gegensätze von Demokratie und Militär erfolgreich miteinander zu versöhnen: Demokratie baut von unten auf und teilt Macht auf, Militär baut von oben auf und konzentriert Macht. In der Bundeswehr ist der Soldat Bürger, dessen Rechte geachtet werden, obwohl er eingeordnet ist in die Hierarchie aus Befehl und Gehorsam.

2. Die Bundeswehr wurde als Armee zur Verteidigung konzipiert. Jegliche Beteiligung an einem Angriffskrieg ist laut Grundgesetz verboten. Alle Einsätze außerhalb der eigentlichen Landesverteidigung setzen deren Einbindung in kollektive Systeme wie die Nato voraus – und können dann durchaus Angriffsoperationen enthalten. Einsätze stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Deutschen Bundestages.

3. Die Bundeswehr wurde erstmals in der deutschen Geschichte von Anfang an als Armee im Bündnis und für das Nato-Bündnis konzipiert.

4. Die Bundeswehr wurde als Gesamtstreitkraft aufgestellt, nicht aber als ein Nebeneinander von Land-, Luft- und Seestreitkräften. Diese richtige Idee der Gründerväter der Bundeswehr ist zugleich die, mit deren konsequenter Umsetzung man noch immer ringt.

Seite 1:

Die Bundeswehr, eine Erfolgsgeschichte

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%