Deutschland
Der SPD gehen die Mitglieder aus

Erstmals seit 50 Jahren hat die SPD weniger als 600.000 Mitglieder. Die Sozialdemokraten glauben aber, dass die große Austrittswelle vorbei ist.

HB BERLIN. Die SPD hat im letzten Jahr über 30.000 Mitglieder verloren und jetzt weniger als 600.000. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Spiegel». Erstmals seit 50 Jahren sei die Mitgliederzahl unter diese Grenze gesunken und habe Ende März bei 597.540 Mitgliedern gelegen. Noch immer liege die Zahl der Austritte deutlich über der der Neuzugänge.

Die SPD bestätigte die Zahl, konnte aber nicht sagen, ob die Mitgliederzahl erstmals seit 50 Jahren so niedrig sei. Man wolle jetzt mit einer Parteireform, mehr Projektarbeit und einer großzügigen Auslegung des Wohnortprinzips versuchen, ihre Attraktivität wieder zu erhöhen, berichtet das Magazin.

SPD-Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel sagte, die Mitgliederentwicklung habe sich «Monat für Monat gegenüber den herben Verlusten 2003/2004 klar verbessert». Die große Austrittswelle sei vorbei. So gebe es im März 2005 mehr Eintritte als Austritte: 508 Austritten stünden doppelt so viele Eintritte gegenüber. «Dass unsere Mitgliedszahl trotzdem gesunken ist, hat mit nach wie vor vielen Sterbefällen zu tun."

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