Der Widerstand geht weiter
Festakt und eine Demo als Kontrastprogramm

Die einen feiern, die anderen versammeln sich zum Protest: Parallel zu den Einheitsfeiern am Wochenende in Erfurt planen Gegner der Arbeitsmarktreform aus ganz Deutschland in Berlin ein politisches Kontrastprogramm. Für Samstag haben sie zu Protesten unter dem Motto „Soziale Gerechtigkeit statt Hartz IV – Wir haben Alternativen“ in der Bundeshauptstadt aufgerufen. Ein Sprecher der Organisatoren betonte in Berlin, das Signal der Demonstration sei: „Der Widerstand geht weiter.“

HB ERFURT/BERLIN. Aufgerufen haben verschiedene Initiativen und Organisationen, darunter die Globalisierungskritiker Attac, Einzelgewerkschaften und die PDS. Auch der PDS-Vorsitzende Lothar Bisky will teilnehmen. Die Veranstalter kritisierten, dass der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) den Protest nicht unterstütze. Am Sonntag wollen die Initiativen auf einer gemeinsamen Konferenz in Berlin Alternativen zur Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung entwickeln. Die Unterstützung des Protests war in den vergangenen Wochen stark zurückgegangen. Die Zahl der Teilnehmer an den Montagsdemonstrationen sank von bundesweit mehr als 100 000 im August auf zuletzt rund 10 000 vor allem in Ostdeutschland. Trotzdem versicherten die Initiatoren, die Kundgebungen an jedem Montag würden fortgesetzt.

Zum zentralen Fest am Tag der Deutschen Einheit erwartet Thüringens Landeshauptstadt Erfurt mehr als 100 000 Gäste. Zum Festakt am 3. Oktober werden nach Angaben der Staatskanzlei neben Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzler Gerhard Schröder unter anderem CDU-Chefin Angela Merkel, der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering sowie mehrere Ministerpräsidenten kommen. 15 Jahre nach dem Fall der Mauer wird Köhler voraussichtlich auch zum Stand der deutschen Einheit Stellung nehmen. In der Erfurter Innenstadt erwartet die Besucher ein großes Angebot an Informationen und Unterhaltung. Erstmals ist auch ein Europazelt mit den zehn neuen EU-Staaten dabei.

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