Derivate-Handel
Merkel will Rohstoff-Derivate stärker regulieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine stärkere Regulierung der Derivate für Rohstoffe ausgesprochen. Die Preisvolatilität dürfe nicht gefördert, sondern müsse gedämpft werden, so Merkel.
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BerlinAngesichts der hohen Bedeutung der Rohstoffversorgung für Industrieländer hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine stärkere Regulierung der Derivate für Rohstoffe gefordert. „Der Derivate-Handel muss so reguliert werden, dass er die Preisvolatilität nicht fördert, sondern dämpft“, sagte Merkel am Mittwoch bei einem Fachkongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin.

Auch beim nächsten G20-Treffen werde die Preisentwicklung eine Rolle spielen. Vor allem müsse die Transparenz bei außerbörslichen Derivaten international erhöht werden. Es sei gut, dass die EU, die entsprechende Regelungen am 1. November einführen werde, hier Vorreiter sei. Die Kanzlerin unterstrich zugleich die zentrale Bedeutung einer sicheren Rohstoffversorgung für ein Industrieland wie Deutschland.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Derivate-Handel: Merkel will Rohstoff-Derivate stärker regulieren"

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  • Merkel fordert immer nur. Wenn sie selbst nichts gebacken bekommt soll sie doch besser still sein, was hat sie denn eigentlich bisher erreicht? Nichts! Weder wurden Banken reguliert noch wurden Finanzmärkte gebremst. Alles läuft fröhlich weiter wie immer und stürzt uns tiefer und tiefer in das Chaos.

  • Das Spekulieren mit Rohstoffen läuft über Futurekontrakte und hat keinen nennenswerten bzw. negativen(!) Einfluss auf die Spotpreise!

    Das beweisen ein großteil der Studien zu dem Thema und auch der gesunde Menschenverstand.

    Ginge man davon aus, das durch spekulativ getriebene Nachfrage Futurekontrakte so sehr im Preis steigen, dass es sich für den Spekulant rechnet, die Kontrakte einzulösen und Rohstoffe tatsächlich zu kaufen und zu lagern, so würden die Futurekontrakte in Relation zum Spotpreis wieder sinken und das Lagern(Hallen etc. mieten, transportieren, usw. ..das ganze ginge auch nur bei nicht verderblichen Rohstoffen) würde sich nichtmehr rechnen, ergo die Spotpreise sinken wieder.

    Das sagt übrigens auch Nobelpreisträger Paul Krugman, und der ist ja wohl eher ein Ökonom aus dem linken Lager.

    Aber mit dem eindreschen auf böse Spekulanten die auch noch mit "Essen" spekulieren lässt sich gut Wahlkampf machen (Linke, SPD, Grüne) oder Spenden sammeln (foodwatch, attac, ..)

    Fakt ist aber nunmal, dass mehr Spekulation zu weniger Volatilität und einer besseren Ressourcenallokation führt.
    Aus dem selben Grund ist auch die Finanztransaktionssteuer populistischer Kokolores!

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