Deutschland

_

Designierter Außenminister: Westerwelle will Abzug aller US-Atomraketen

Der designierte Außenminister Guido Westerwelle will den Abzug der letzten US-Atomwaffen aus Deutschland durchsetzen. Angela Merkel ergänzte, die Verhandlungen über den Abzug der Raketen sollten gemeinsam mit den anderen Nato-Ländern stattfinden und keinesfalls im Alleingang durchgeführt werden.

Als Außenminister will FDP-Chef Guido Westerwelle den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland durchsetzen. Quelle: dpa
Als Außenminister will FDP-Chef Guido Westerwelle den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland durchsetzen. Quelle: dpa

HB BERLIN. Die künftige schwarz-gelbe Regierung will über einen Abzug der letzten noch in Deutschland stationierten US- Atomwaffen verhandeln. Die Gespräche sollten zusammen mit den Partnern innerhalb der Nato stattfinden, kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Samstag in Berlin an. Einen deutschen Alleingang schloss sie aus. "Wir wollen hier ja kein eigenständiges Handeln."

Anzeige

Der künftige Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bekräftigte das Ziel, Deutschland zu einem "atomwaffenfreien Land" zu machen. "Wir wollen, dass die letzten Atomwaffen, die in Deutschland stationiert werden, abgezogen werden." Geschätzt wird, dass in der Bundesrepublik noch bis zu 20 atomare Sprengköpfe lagern.

Die USA hatten in den 1950er Jahren in mehreren Ländern Europas Atombomben stationiert. Offiziell werden keine Angaben dazu gemacht, wo das geschah. Als gesichert gilt, dass einer der Standorte Büchel in Rheinland-Pfalz ist. Die Nato hat ein Konzept der nuklearen Teilhabe, mit dem auch die Mitgliedsstaaten in einen Einsatz einbezogen werden können, die selbst über keine Atomwaffen verfügen.

  • Die aktuellen Top-Themen
Wirtschaft wächst stärker: Japans Notenbank lässt die Druckerpresse laufen

Japans Notenbank lässt die Druckerpresse laufen

Zuletzt sind die Zinsen für japanische Staatsanleihen deutlich gestiegen. Dennoch hält die Notenbank an ihrem Kurs fest und kauft weiter massiv eigene Papiere auf. Außerdem hat sie ihre Konjunkturprognose angehoben.

Sozialistische Internationale: Papandreou wirft Gabriel Spaltung vor

Papandreou wirft Gabriel Spaltung vor

Mit der Gründung eines neuen Netzwerkes wollte das Geburtstagskind SPD neuen Schwung in die sozialistische Bewegung bringen. Doch der Vorstoß verhärtet die Fronten.

RWI vergleicht Wahlprogramme: Rot-grüne Pläne kosten Steuerzahler fünf Milliarden

Rot-grüne Pläne kosten Steuerzahler fünf Milliarden

SPD und Grüne wollen per Steuererhöhung für mehr Gerechtigkeit sorgen. Tatsächlich würden ihre Pläne die Bürger kräftig belasten, urteilen Experten des RWI. Das sei weder nötig - noch führe es zu mehr Gerechtigkeit.

Handelsblog Pekings gefälschtes Ikea-Möbelhaus

Am meisten haben es mir die blau-gelben Polohemden der Möbelberaterinnen angetan. Der Schriftzug links auf der Brust lautet zwar „Joyme“, nicht „Ikea“, doch ansonsten wirken sie so schweden-mäßig, wie das überhaupt nur sein kann. Doch... Von Finn Mayer-Kuckuk. Mehr…