Designierter Umweltminister: Birkner will Gorleben weiter erkunden

Designierter Umweltminister
Birkner will Gorleben weiter erkunden

Der designierte niedersächsische Umweltminister Stefan Birkner (FDP) will den Salstock in Gorleben als atomares Endlager nicht ausschließen. Es gebe keine Erkenntnisse, die gegen die Eignung sprächen, sagte Birkner.
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Berlin/HannoverDer Salzstock in Gorleben sollte nach Ansicht des designierten niedersächsischen Umweltministers Stefan Birkner (FDP) weiter ergebnisoffen auf seine Eignung als atomares Endlager erkundet werden. Bis heute gebe es keine Erkenntnisse, die gegen die Eignung sprächen, sagte er am Dienstag im Deutschlandradio Kultur.

Birkner reagierte damit auf das jüngste SPD-Konzept für die Entsorgung des Atommülls, bei dem Gorleben als mögliches Endlager nicht mehr vorkommen soll. Die Politik stehe in der Pflicht, mit dem nuklearen Abfall dauerhaft verantwortungsvoll umzugehen. Er tue sich deshalb schwer, „einfach einen Standort, den man angefangen hat, zu erkunden, jetzt auszuschließen“, sagte Birkner.

Wenn man aus politischen und nicht aus geologischen Gründen einen Standort ausschließe, berge das für ihn die Gefahr, dass auch an anderen Standorten eine Erkundung nicht möglich sein werde. „Deshalb habe ich ein erhebliches Problem mit einer solchen Position, weil sie am Ende das Problem nur an andere Orte oder an weitere Orte verschiebt, wo es dann auch nicht zur Lösung kommen kann, weil dort den Menschen das dann auch nicht zugemutet werden kann.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • In Deutschland gibt es 100erte für ein nukleares Endlager geeigneter Salzstöcke. Erfahrungen hat man mit dem technisch vorbildlichen Lager in Asse (Im Zentrum gegenteiliger Oekopropaganda) gesammelt. Die Erfahrungen von Asse sind in die WIPP Anlage in den USA wo die hochradioaktiven Abfälle aus militärischen Anwendungen deponiert werden und Gorleben eingeflossen.

    Der Salzstock in Gorleben wird seit Jahrzehnten untersucht. Auch nach 1,6 Mrd. € Untersuchungskosten die von den Versorgern (am Ende den Verbrauchern) bezahlt wurden hat man keinen Grund gefunden Gorleben auszuschliessen.

    Gorleben hat in der Deutschen Oekoreligion eine Schlüsselposition eingenommen. Die sehr abwegige "Ungelöste Endlagerfrage" ist die populärste Oekolegende in Deutschland. Jährliche Castor Wallfahrten mit staatlich geduldeten Prügelspielen erwärmen das ökoreligiöse Herz.

    Insofern besteht seitens der linken/ökologischen Politiker und der NGO's ein sehr grosses Interesse die Legende "Ungelöste Endlagerfrage" nicht profan durch den Ausbau des Endlagers in Gorleben abzuwürgen.

    Vandale

  • Wohin mit dem Atommüll ?

    Jeder Betreiber der Atomkraftwerke hat seinen „Atommüll“ selber auf dem eigenen Gelände zu lagern. Dazu werden alte Brennstäbe in sichere „Hüllen“ und „Behälter“ gepackt und unter/in einer großen Halle gelagert.

    Der Vorteil:
    Die Behälter mit den alten Brennstäben können zu jeder Zeit besichtigt und umgelagert werden. Zudem könnten die alten Brennstäbe in 100 oder 200 Jahren nützlich werden. Wer weiß schon heute, was die Technik von morgen zu bieten hat. Verbuddeln in die Erde ist unklug, fahrlässig und höchst kriminell.

  • Wohin mit dem Atommüll ?

    Jeder Betreiber der Atomkraftwerke hat seinen „Atommüll“ selber auf dem eigenen Gelände zu lagern. Dazu werden alte Brennstäbe in sichere „Hüllen“ und „Behälter“ gepackt und unter/in einer großen Halle gelagert.

    Der Vorteil:
    Die Behälter mit den alten Brennstäben können zu jeder Zeit besichtigt und umgelagert werden. Zudem könnten die alten Brennstäbe in 100 oder 200 Jahren nützlich werden. Wer weiß schon heute, was die Technik von morgen zu bieten hat. Verbuddeln in die Erde ist unklug, fahrlässig und höchst kriminell.

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