Deutsch-italienische Spielchen
Kanzler fährt nach Italien - "Wenn Berlusconi keine Einwände hat"

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erwägt, nach der Absage seines Italien-Urlaubs in diesem Sommer doch noch ein paar Tage in Italien zu verbringen.

HB/rtr BERLIN. Schröder sagte am Freitag in Berlin nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Romano Prodi, Prodi habe ihn zu den Musikfestspielen Ende August nach Verona eingeladen. Schmunzelnd fügte er hinzu: „Ich werde den italienischen Ministerpräsidenten (Silvio Berlusconi) fragen, ob er Einwände hat. Wenn nicht, hoffe ich, dass ich Zeit finde, das zu machen.“

Schröder hatte vor zwei Wochen seinen geplanten Italien- Urlaub abgesagt, nachdem der inzwischen zurückgetretene italienische Tourismus-Staatssekretär Stefano Stefani deutsche Touristen pauschal beschimpft hatte. Zuvor hatte Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi für Spannungen in den deutsch-italienischen Beziehungen gesorgt: Bei seinem ersten Auftritt als neuer EU-Ratspräsident hatte er einen deutschen EU-Parlamentarier nahegelegt, in einem Film einen Aufseher in einem Nazi-Konzentrationslager zu spielen. Schröder sagte mit Blick darauf: „Es wäre doch merkwürdig, wenn man wegen einer Sache, die überwunden ist, die schmerzhaft genug war, (...) die Freude an diesem Land aufgibt.“ Im kommenden Jahr werde er seinen Urlaub wieder in Italien verbringen: „Im nächsten Jahr bin ich wieder da.“ Schröder verbringt seinen Urlaub, der kommende Woche beginnt, statt an der italienischen Adria zu Hause in Hannover.

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