Deutsch-russisches Projekt: CDU-Politiker will auf Gaspipeline verzichten

Deutsch-russisches Projekt
CDU-Politiker will auf Gaspipeline verzichten

Durch die Pipeline Nord Stream 2 auf dem Grund der Ostsee soll ab 2019 russisches Gas unter Umgehung Polens und des Baltikums direkt nach Deutschland strömen. CDU-Außenpolitiker Röttgen sieht das Projekt kritisch.

BerlinDer CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen fordert den Verzicht auf den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland. "Die Bundesregierung sollte abrücken von ihrer Position, wonach Nord Stream 2 ein rein geschäftliches und nicht politisches Projekt sei", sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland nach Vorabbericht vom Montag. Polen, Balten und Ukrainer sähen durch das Pipeline-Projekt ihre Sicherheit bedroht.

"Das Projekt ist energie- und außenpolitisch falsch - es widerspricht allem, was die EU an gemeinsamen Grundsätzen in der Energie- und Außenpolitik verabredet hat", erklärte Röttgen.

Durch die Pipeline Nord Stream 2 auf dem Grund der Ostsee soll ab 2019 russisches Gas unter Umgehung Polens und des Baltikums direkt nach Deutschland strömen. Bereits im Sommer hatte Polens Ministerpräsidentin Beata Szydlo gewarnt, das Projekt werde Europa spalten. Zu dem Nord Stream 2-Konsortium gehören auch BASF/Wintershall und E.ON.

Der Pipelinebauer Nord Stream 2 treibt unbeeindruckt von der politisch angespannten Großwetterlage zwischen Russland und der EU den Bau einer zweiten Trasse für russisches Erdgas durch die Ostsee voran. Ende Oktober werden die ersten Stahlrohre nach Sassnitz auf die Insel Rügen transportiert, wo sie mit Beton ummantelt und für die Verlegung vorbereitet werden sollen, wie ein Sprecher sagte.

„Die Nord Stream 2 AG geht weiterhin davon aus, beide Stränge der Pipeline Ende 2019 in Betrieb zu nehmen.“ Bereits im September hatte das Tochterunternehmen des russischen Staatskonzerns Gazprom Rohre für die Betonummantelung und spätere Verlegung an die finnische Küste liefern lassen.

Seit 2011 liefert die Nord Stream AG unter Umgehung Polens russisches Erdgas über einen 1200 Kilometer langen Doppelstrang nach Deutschland und Westeuropa.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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