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Deutsche Bahn: Regierung sucht hastig neuen Bahn-Chef

Schnell soll es bei der Suche nach einem neuen Chef der Deutschen Bahn: Die Bundesregierung wird nach Angaben von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee bereits am Dienstagabend über die Nachfolge von Bahnchef Hartmut Mehdorn beraten. Parteipolitische Hintergedanken soll es nicht geben. So oder so ist es ein ganz schwieriger Job.

Chef gesucht: die Bahn-Zentral in Berlin. Quelle: ZBSP
Chef gesucht: die Bahn-Zentral in Berlin. Quelle: ZBSP

HB BERLIN. „Wir wollen gemeinsam eine Person suchen, die für die Position geeignet ist“, erklärte der Tiefensee. „Da werden wir parteipolitische Farbenspiele hinten anstellen. Wir werden uns jetzt zügig an die Arbeit machen.“

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Gleichzeitig machte er deutlich, dass eine Entscheidung noch nicht für den heutigen Abend zu erwarten ist. Es werde eine Reihe von Gespräche geben, sagte Tiefensee. Die Entscheidung werde gemeinsam mit dem Aufsichtsrat und den Gewerkschaften fallen. Es solle kein Übergangskandidat gefunden, sondern eine Langzeitstrategie im Blick gehalten werden, sagte der Minister.

Tiefensee bekräftigte seine Auffassung, dass die Privatisierung der Bahn zumindest für diese Legislaturperiode vom Tisch sei. Der Sozialdemokrat fügte an: „Die SPD zielt darauf, dass wir in der nächsten Legislaturperiode die Teilprivatisierung nicht weiter verfolgen.“ Doch sagte Tiefensee auch, es wäre nicht richtig, heute schon über die nächsten zehn Jahre entscheiden zu wollen.

Wer auch immer neuer Bahn-Chef wird – er muss sich darüber im Klaren sein, dass die Bahn AG auch 15 Jahre nach ihrer Gründung nicht wie ein normales Unternehmen geführt werden kann. Mehdorns Nachfolger muss eine Menge mitbringen.

Beraterkreise monierten am Montag, der Sturz Mehdorns ausgerechnet zum Zeitpunkt einer Rekordbilanz zeige potenziellen Investoren deutlich, wie stark die Politik auf wesentliche Entscheidungen des Konzerns noch Einfluss nehme. Eine Öffnung für private Anteilseigner ist damit aus Sicht von Bankenkreisen für Jahre vom Tisch.

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