Deutsche Bahn:
Wetterumschwung und neues Klima

Mit einem 17 Seiten umfassenden Dokument nimmt Bahnchef Rüdiger Grube Stellung zum sommerlichen Hitzechaos in ICE-Zügen. Fazit: Der Sommer sei für die auf maximal 32 Grad Außentemperatur ausgerichteten Anlagen einfach zu heiß gewesen. Besserung ist in Sicht. Bis Anfang 2013 werden die Klimaanlagen generalüberholt.
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HB. Mit dem frühzeitig herannahenden Herbst verbessert sich das Klima zwischen den Parlamentariern und der Deutschen Bahn AG ein wenig. Das liegt nicht nur daran, dass es sich in ICE-Zügen dank der sinkenden Temperaturen wieder besser reisen lässt. Wir erinnern uns: Im Sommer fielen in Schnellzügen die Klimaanlagen aus. Die Fahrgäste schwitzten bei bis zu 70 Grad und kollabierten teilweise sogar. Die Bahn hat die Betroffenen mit Nachdruck großzügig entschädigt. Auch verteilt sie inzwischen Eis in Waggons, in denen auch jetzt noch die Klimaanlagen ausfallen. Diese neue Freundlichkeit allein sehen die Verkehrspolitiker aber nicht als Genugtuung. Vielmehr ist es ein 17 Seiten umfassendes Dokument von Bahnchef Rüdiger Grube. Er antwortet darin endlich auf die Fragen, die er im Sommer in der Sondersitzung des Verkehrsausschusses nicht beantworten konnte. Nun lautet sein Tenor: Die Wartung der Züge war okay, aber der Sommer für manche der auf maximal 32 Grad Außentemperatur geeichten Anlagen einfach zu heiß. Und: Alles bessert sich: In den ICEs der neuen Generation verlangt die Bahn Anlagen, die bis 45 Grad perfekt arbeiten, schreibt Grube. Derweil werden die Klima-ICEs generalüberholt – bis Anfang 2013. Zwei Sommer lang dauert es also noch. Und auch danach lauern Gefahren: Sind Züge überfüllt, kann dies „zur Abschaltung der Systeme führen“, gesteht Grube.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent

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