Deutsche Einheit
Der Osten hängt noch lange am Tropf des Westens

Vor 20 Jahren wurde der Einigungsvertrag unterzeichnet. Zuvor waren die Grundlagen der deutschen Einheit innerhalb weniger Wochen ausgehandelt worden. Die Folgen sind bis heute spürbar: Ostdeutschland fehlen Steuern und Jobs, die Bürger sind skeptisch. Wie die Schwäche in der Wirtschaftsstruktur ausgeglichen werden soll.
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FRANKFURT/DÜSSELDORF. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am 20. Jahrestag der Unterzeichnung des Einigungsvertrages den Mut der Menschen in Ostdeutschland bei der Wiedervereinigung gelobt. "Der Mut war damals viel größer, als wir uns das heute vorstellen", sagte sie bei einem Festakt in Berlin. Innenminister Thomas de Maizière räumte immerhin einzelne Fehleinschätzungen im Westen ein. Deutschland hätte von der DDR "ruhig ein bisschen mehr übernehmen können als das Ampelmännchen oder den grünen Pfeil", sagte der CDU-Politiker. Bei der Entscheidung, das gesamte westdeutsche Rechtssystem sofort auf das Beitrittsgebiet zu übertragen, sei eine Chance für Erneuerung verpasst worden. Grundsätzlich sei der Vertrag aber ein Meisterwerk von Politik und Verwaltung.

1990 waren in nur wenigen Wochen die Grundlagen der deutschen Einheit ausgehandelt worden. Am 31. August 1990 unterzeichneten die Verhandlungsführer der beiden deutschen Staaten, der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und DDR-Staatssekretär Günther Krause, den Vertrag, der auf über 1 000 Seiten die Vereinigung bis ins Detail regelte. Nach der bereits in Kraft getretenen Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion war damit die entscheidende Voraussetzung für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober 1990 geschaffen.

Bürger sind skeptisch

Anders als die Politik bewerten viele Bürger die Einheit heute aber keineswegs als Meisterwerk, wie eine neue Umfrage zeigt. Während in den alten Ländern 47 Prozent die Einheit als weitgehend vollendet betrachten, sind es im Osten nur 17 Prozent, heißt es im "Sozialreport 2010" des Wohlfahrtsverbands Volkssolidarität.

Tatsächlich klafft nach wie vor ein ökonomischer Graben zwischen Ost und West - und das, obwohl laut Klaus Schroeder vom Forschungsverbund SED-Staat der FU Berlin in den vergangenen 20 Jahren bereits zwei Billionen Euro von West nach Ost geflossen sind.

Für den Hallenser Makroökonomen Udo Ludwig war einer der größten Fehler die Lohnpolitik: Das Ziel, innerhalb von vier Jahren die Ost-Löhne auf West-Niveau anzuheben, sei völlig losgelöst von der Produktivität gesetzt worden. "Das war ein fataler Fehler, da die meisten Betriebe das nötige Geld so schnell nicht verdienen konnten. Entlassungen und Insolvenzen waren die Folge", sagt der Volkswirt - und die sind bis heute spürbar: Gut 30 Prozent der Arbeitslosen leben in Ostdeutschland.

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  • @Einigungsvertrag war das garantiert nicht Nennen wir es Anschlussvertrag mit den glorreichen Segnungen des Westens kann man in den Freizeitpark Ostdeutschland nichts anfangen ausser das da umverteilt wurde sehe ich da keine längerfristige Perspektive im Gegenteil der super sieger des kalten krieges ist müde ausgelaugt pleite also wenn so der sieger aussieht dann ist im osten schon alles längst vorbei,die segnungen haben nur für wenige gereicht und die ernte der dort investierten Steuergelder West wird ausfallen zwecks umverteilung beispiele möchte ich nicht nennen das dauert einfach zu lange.

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