Deutsche Industrie
Ruf nach Insolvenz-Regelwerk

Über die Möglichkeit einer Staatspleite eines EU-Landes schweigt sich die Politik aus und weist auf den Rettungsschirm. Der deutschen Industrie ist das zu wenig. Sie fordert eine Insolvenzordnung für Staatspleiten.
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Berlin  „Wir müssen dafür plädieren, dass es eine Insolvenzordnung gibt“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, am Dienstag auf einer Sparkassenkonferenz in Berlin. Das müsse auch die Beteiligung privater Investoren einschließen.

„Diese Ordnung müssen wir etablieren, andernfalls werden auch die Kapitalmärkte, die Finanzmärkte kein Vertrauen in die Euro-Zone fassen.“ Die Politik dürfe eine solche Debatte aber nicht über Monate führen. Vielmehr sollten Fachleute Lösungen finden, die dann rasch umgesetzt werden.

Ziel muss es dem BDI-Präsidenten zufolge sein, die Kluft zwischen den Euro-Staaten nicht zu groß werden zu lassen. „Aber die Illusion, dass es uns gelingt, nur marktwirtschaftlich ohne jede Hilfe und Unterstützung Länder wie Griechenland an den gemeinsamen Markt und an die Bedingungen der gemeinsamen Währung heranzuführen - diese Illusion unterstützte ich nicht“, betonte Keitel. „Wir werden für diese Länder einiges an Opfern bringen müssen, wenn es uns wert ist, den Euro zu erhalten.“ Aus dem Euro-Verbund auszuscheren, sei für die betroffenen Länder keine realistische Alternative.

Bei einer Umschuldung, über die etwa im Fall Griechenlands an den Märkten spekuliert werde, müsse es nicht zwingend radikale Einschnitte geben. Dies könne man auch „bilanzschonend und vernünftig“ regeln, sagte Keitel und verwies auf längere Kreditlaufzeiten und geänderte Zinskonditionen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich verlage das Firmen die Aufstocker Geringverdiener unter Tarif bezahlen an den Pranger zu stellen sozialverräter.

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