Deutsche Schulden: Jeder Bürger steht mit 21 025 Euro in der Kreide

Deutsche Schulden
Jeder Bürger steht mit 21 025 Euro in der Kreide

Der öffentliche Haushalt in Deutschland ist mit 1,72 Billionen Euro verschuldet. Das sind knapp 30 Milliarden mehr als Ende des vergangenen Jahres. Allerdings muss sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dank der überraschend guten Wirtschaftsentwicklung deutlich weniger Geld an den Finanzmärkte leihen als bisher geplant.
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HB WIESBADEN/BERLIN. Die hohen Kosten für Bankenrettung und Konjunkturprogramme habe die Staatsschulden im ersten Halbjahr auf Rekordhöhe getrieben. Bund, Länder und Gemeinden standen zusammen mit 1721,2 Mrd. Euro in der Kreide - 1,7 Prozent oder 29,6 Mrd. Euro mehr als Ende 2009. "Dies entsprach rechnerisch einer Schuldenlast von 21 025 Euro je Einwohner", teilte das Statistische Bundesamt mit. Die meisten Schulden muss der Bund schultern: Seine Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1,5 Prozent oder 15,7 Mrd. auf 1069,5 Mrd. Euro. Darin enthalten sind die Schulden des Finanzmarktstabilisierungsfonds für die Bankenrettung (31,2 Mrd. Euro) sowie des Investitions- und Tilgungsfonds (8,7 Mrd. Euro), aus dem die Konjunkturprogramme bezahlt werden.

Die Länder drückt eine Schuldenlast von 536,9 Mrd. Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 1,9 Prozent oder 10,2 Mrd. Euro. Hier fehlen allerdings noch die Belastungen aus der Ersten Abwicklungsanstalt zur Stützung der maroden WestLB. Die Daten sollen erst zum dritten Quartal vorliegen. Die Schulden der Kommunen nahmen um 3,3 Prozent oder 3,7 Mrd. auf 114,7 Mrd. Euro zu. Mehr als ein Drittel davon sind Kassenkredite, mit denen Haushaltslöcher kurzfristig überbrückt werden können. Die Schulden der kommunalen Zweckverbände sind in den Daten nicht enthalten.

Allerdings muss sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dank der überraschend guten Wirtschaftsentwicklung deutlich weniger Geld an den Finanzmärkte leihen als bisher geplant. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen rechnen die Experten im Finanzministerium nur noch mit einer Nettokreditaufnahme von höchstens 54 Mrd. Euro in diesem Jahr. "Ohne außergewöhnliche Effekte kann die Neuverschuldung sogar unter diesem Wert liegen", hieß es in den Kreisen. Das Finanzministerium wollte die aktuellen Planzahlen auf Anfrage nicht bestätigen.

Die neuen Planzahlen des Finanzministeriums haben auch Konsequenzen für die Finanzagentur des Bundes. Wie das Handelsblatt aus Regierungskreisen erfuhr, werden die Frankfurter Schuldenmanager die notwendige Bruttokreditaufnahme für dieses Jahr heute deutlich nach unten korrigieren. Demnach soll der Emissionskalender für das vierte Quartal um knapp 30 Mrd. Euro gekürzt werden. Bisher hat der Bund in diesem Jahr Anleihen und Geldmarktpapiere im Wert von insgesamt 249 Mrd. Euro begeben.

Allerdings führt die krisenbedingte Neuverschuldung des Bundes in diesem und nächsten Jahr dazu, dass die Kreditfinanzierungsquote den zulässigen Grenzwert "erheblich übersteigt und auffällig ist". 2010 liegt sie nach den Berechnungen des Finanzministeriums bei 24,9 Prozent, 2011 noch bei 18,3 Prozent. "Eine Kreditfinanzierungsquote, die sich anhaltend auf dem Niveau dieser Jahre bewegen würde, wäre sicherlich ein deutlicher Indikator für eine drohende Haushaltsnotlage", schreiben Schäubles Experten. 2008 waren es dagegen nur 3,9 Prozent. Als Problem werden zudem die steigenden Zinsausgaben in den nächsten Jahren genannt.

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  • Ohne diese Verschuldungen, also der Schuldhöhe des Staates und den Schulden, die die einzelnen Staatsbürger privat haben, wäre die deutsche volkswirtschaft ziemlich klein und mikrig. Aber was soll es denn. Ein Student soll sich auch verschulden können dürfen. Das ist so eine Art Stanford -Komplex. Aus dem "Autos kaufen keine Autos" ist beim Stanford -Komplex das "Schulden verursachen Gewinn" geworden. Die Paradoxie ist beim Stanford -Komplex in der Aushebelung der Skalierung von richtig und falsch zu finden: das Falsche verursacht das Richtige. im Stanford -Komplex wird das Falsche tradiert. Alles ist auch dann noch richtig, wenn das Falsche nur erkannt worden ist, ohne das Falsche im Falschen zum Richtigen zu ändern. Paradigmatisch für den Stanford -Komplex ist der folgende Dialog:

    A: Das ist falsch, was Sie da machen.
    b: Ja, das ist richtig.
    A: Wollen Sie dann nicht damit aufhören?
    b: Wieso? Es ist doch richtig.

    Der Stanford -Komplex, eine postmoderne Errungenschaft, eine zivilisatorische Errungenschaft.




    stanfor -komplex
    by jussef jeffe

  • @aber hallo
    ich habe ja nicht gefordert dass jeder gleich viel der Schulden abtragen soll, sondern nur die, die tatsächlich ein nennenswertes Vermögen aufgebaut haben. Denn das sind diejenigen, die von den guten bedingungen in Deutschland am meisten profitiert haben. Jeder soll nach seinen Verhältnissen einen einmaligen beitrag leisten, um endlich von der Zinslast herunterzukommen. Die mit großen Vermögen anteilig mehr als die mit geringem Vermögen.
    Wer kein Vermögen besitzt der kann auch nichts zur Entschuldung beitragen.

  • @idealist

    ich habe jahrelang eisenhart gespart,
    mich von Dosenfraß für Dosenpreise unter 90Cent
    ernährt,
    um endlich ein kleines Vermögen für meine Rente zu erwirtschaften.
    ich heize meine 42qm bude nur wenn's innen unter 18°Celsius fällt,
    schalte beim einseifen unter der Dusche das Wasser ab,
    meine einzigen zwei Hosen habe ich bereits zur
    Änderungsschneiderei bringen müssen,
    um dickste Löcher stopfen zu lassen,
    die trage ich seit mehr als zehn Jahren.

    Und jetzt kommen so pseudosoziale Spinner daher,
    und wollen mir an mein Erspartes,
    von dem ich ganz alleine ohne staatliche Hilfe
    meinen Lebensabend finanzieren muss.

    Wer verbraucht denn wirklich ohne schlechtes Gewissen unser Geld?
    Schaut mal auf die Pensionsverpflichtungen,
    die machen unsere Kinder, und Kindeskinder noch in Jahrzehnten zu bettlern.

    Schäm Dich idealist,
    denk mal nach, all die Sparer,
    die aufgefordert wurden was für ihre Rente zu tun,
    obwohl sie von ihrem Mickerlohn eh schon in eine Rentenkasse löhnen müssen.
    Jetzt sollen die noch für Deine Schulden aufkommen.

    Wo ist denn da die Gerechtigkeit?

    Und das wo wir mit kleinem Vermögen eh schon von der korrupten Politik hintenrum zur Kasse gebeten werden, durch Abgeltungssteuer, inflation, Soli,
    und all die geistesgestörten indirekten Steuern.


    MfG

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