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28.12.2007 
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Deutsche Wirtschaft bleibt Forschungsstandort treu

von Sven Afhüppe

Die deutsche Wirtschaft bleibt dem Forschungsstandort Deutschland treu: Fast zwei Drittel aller Unternehmen plant derzeit keine Verlagerung ihrer Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ins Ausland. Die Rahmenbedingungen sind günstig – und sollen weiter verbessert werden.

BERLIN. Nach einer repräsentativen Erhebung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft gaben 63 Prozent der rund 1 000 befragten Führungskräfte an, ihre Forschungsaktivitäten auch künftig in Deutschland konzentrieren zu wollen. Nur fünf Prozent der Betriebe überlegen, Aufträge und Labore verstärkt ins Ausland zu verlagern.

Aus Sicht der Union sollen die Rahmenbedingungen für den Forschungsstandort Deutschland weiter verbessert werden. „Dabei sollte es auch um eine bessere steuerliche Förderung der Forschung gehen“, sagte Unionsfraktionsvize Michael Meister dem Handelsblatt.

Nach Auffassung des Stifterverbands belegen die Ergebnisse, dass die Bundesrepublik für die kommerzielle Forschung weiterhin attraktiv bleibt. „Der Wissenschaftsstandort Deutschland behauptet sich im globalen Wettbewerb. Die technologieorientierten Unternehmen halten dem Land in weit überwiegender Zahl die Treue“, sagte Generalsekretär Andreas Schlüter. Als Grund nennt der Stifterverband, dass die Unternehmen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „in Deutschland offenbar gute Rahmenbedingungen finden“.

Allein von den Großunternehmen überlegen elf Prozent, einen Teil der Forschungsaktivitäten ins Ausland zu verlagern, im Durchschnitt aller befragten Firmen sind es jedoch nur fünf Prozent. In den Plänen einiger Konzerne sieht Schlüter jedoch „keinen Grund zur Sorge“. Schließlich werde Deutschland zunehmend attraktiv für ausländische Konzerne und ziehe zusätzliche Forschungsinvestitionen an. Inzwischen lässt jedes vierte internationale Unternehmen auch an deutschen Standorten forschen. 1995 war dies nur bei etwa jedem sechsten Konzern der Fall.

Unterm Strich zeigt nach Einschätzung des Stifterverbands die Globalisierung der Industrieforschung in Deutschland eine ausgeglichene Bilanz. Demnach investieren deutsche Unternehmen in ihren ausländischen Töchtern für Forschung und Entwicklung ungefähr so viel Geld wie ausländische Firmen am Standort Deutschland.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Hightech-Strategie der Bundesregierung

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