Deutscher Arbeitsmarkt
Polnische Leiharbeiter zeigen kaum Interesse

Die Öffnung der deutschen Grenzen für osteuropäische Geringverdiener hat laut der Zeitarbeitsfirma Manpower keine Wirkung gezeigt. Anders steht es um hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland.
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Berlin„Deutschland ist nicht attraktiv für Geringverdiener aus Polen. Sieben Euro pro Stunde verdienen sie auch zu Hause“, sagt Vera Calasan, Chefin von Manpower Deutschland, den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe
(Dienstagsausgabe) laut Vorabbericht. Wie in 81 weiteren Ländern ist Manpower auch in Polen tätig. „Leiharbeiter aus dem Niedriglohnbereich vermitteln wir gar nicht nach Deutschland, dafür gibt es keine Nachfrage“, sagte Calasan. Wenn, dann spreche man in Polen Ingenieure an, ob sie nach Deutschland kommen wollen. Denn die würden hierzulande händeringend gesucht und könnten entsprechend gut verdienen.

Auch im Krisenland Spanien sei das derzeit ein Thema: „Viele spanische Ingenieure besuchen gerade Deutschkurse, weil sie hier gute Chancen haben.“ Die Manpower-Chefin glaubt, dass Zeitarbeiter in Deutschland über kurz oder lang genauso viel verdienen würden wie Stammkräfte. Gegen das von den Gewerkschaften geforderte „Equal Pay“ habe sie prinzipiell auch nichts einzuwenden: „Die Grundforderung ist ja nicht verkehrt. Das Problem ist die Umsetzung. Man muss es schrittweise machen und nicht überstürzt.“ Sie bereite ihr Unternehmen bereits jetzt „in Pilotregionen“ auf „Equal Pay“ vor. Weil die Unternehmen aber in der Regel nicht bereit seien, mehr Geld für geringqualifizierte Leiharbeiter zu zahlen, sei bei gleicher Bezahlung im Niedriglohnsektor für den Verleiher kaum noch Geld zu verdienen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Deutscher Arbeitsmarkt: Polnische Leiharbeiter zeigen kaum Interesse"

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  • Die Polen sind cleverer als so mancher bei uns dachte.
    Gut so

  • Liebe Zeitgenossen,
    das Rad der Zeit hat die Ausbeuter eingeholt.

  • "Weil die Unternehmen aber in der Regel nicht bereit seien, mehr Geld für geringqualifizierte Leiharbeiter zu zahlen, sei bei gleicher Bezahlung im Niedriglohnsektor für den Verleiher kaum noch Geld zu verdienen."

    Bullsh... Das Geld das die Unternehmen an die Leihfirmen zahlen brauchen die nur direkt an die AN zahlen. Dann passts.

    Aber hier in DE sind die AG ja doppelt asozial geworden: den Arbeitnehmer wieder schnell entlassen können und ihm nicht einen angemssenen Lohn gönnen.

    Das haben auch die Polen erkannt. Gut so!!!

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