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Deutscher Bankentag: Wulff und Merkel warnen vor neuer Krise

Es war der erste Bankentag seit der Finanzkrise. Für Bundespräsident Wulff die Gelegenheit, Deutschlands Top-Bankern eine Standpauke zu halten. Und auch Kanzlerin Merkel nahm kein Blatt vor den Mund.

Wulff beim Bankentag in Berlin. Quelle: dpa
Wulff beim Bankentag in Berlin. Quelle: dpa

BerlinBundespräsident Christian Wulff hat den Banken die Leviten gelesen. Die Ursachen der Finanzkrise seien nicht beseitigt, warnte das Staatsoberhaupt am Donnerstag auf dem Deutschen Bankentag in Berlin: „Ohne einen grundlegenden Kurswechsel drohen neue Finanzkrisen.“ Noch eine Rettungsaktion mit Steuermilliarden könne sich der Staat nicht leisten. Auch Kanzlerin Angela Merkel warnte, die Institute könnten sich bei künftigen Finanzkrisen nicht auf neue Staatshilfen verlassen.

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Die Branche räumte Fehler ein, warnte aber vor einer Überlastung ihrer Ertragskraft durch die Regulierungsoffensiven der Politik.

„Haben wir aus den Fehlern wirklich gelernt?“, fragte Wulff die versammelte deutsche Hochfinanz: „Mein Fazit lautet: Nein - weder haben wir die Ursachen der Krise beseitigt, noch können wir heute sagen: Gefahr erkannt - Gefahr gebannt.“ Er habe Zweifel, dass der mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 ausgelöste globale Schock dauerhaft nachwirke. „Manchmal scheint mir, dass dank der staatlichen Krisenmaßnahmen der Schreck bei vielen verflogen ist und die alten Verhaltensweisen zurückgekehrt sind.“ Die Krise habe die Politik an die Grenze ihrer Möglichkeiten gebracht. Eine so große, konzertierte Rettungsaktion sei nicht wiederholbar.

Bis Ende des vergangenen Jahres hatte der Staat zur Stützung wackelnder Banken Garantien von bis zu 400 Milliarden Euro und bis zu 80 Milliarden Euro an Eigenkapitalhilfen bereitgestellt.

Überall in Europa mussten sich die Regierungen schwer verschulden, um ihre Geldinstitute zu sichern. Das ist eine der Hauptursachen für die grassierende Schuldenkrise in der Euro-Zone.

  • 02.04.2011, 13:00 UhrAnonymer Benutzer: Morchel

    Ernst/PikAs nun habt ihr beide recht und die lachen sich tot kaufen noch aktenvernichter und sind dann mal weg.

  • 01.04.2011, 20:13 UhrAnonymer Benutzer: Wulff

    Die zwei Hansel nimmt doch keiner ernst. Die Banker mussten bestimmt ordentlich mit sich kämpfen um nicht zu lachen.

  • 01.04.2011, 20:12 UhrAnonymer Benutzer: PikAs

    Die Regierungen verschulden sich nicht selbst, sie verschulden das Volk. Die Banker lachen sich doch kaputt - zu recht! Denn die Regierung hat noch jedem Bail-out zugestimmt. Es ist ja alles soooooooo "alternativlos".

    Statt die Banken zu retten, hätte man nur die kleinen Sparer retten sollen. Und zwar nur "unsere"! Globalisierung hat für die Normalbevölkerungen dieser Welt jedenfalls mehr Nach- als Vorteile.

    Vor allem müssen wir endlich eines - und das ist für ALTERNATIVLOS: Raus aus dieser EU und raus aus dem Euro!
    Wir sind nicht das Weltsozialamt, wir können uns das auch gar nicht mehr leisten!!! Der gute Grundgedanke der EU ist vollkommen gescheitert. GR hatte bis zum Eintritt in den Euro einen ausgeglichenen Haushalt. Mit dem Euro kam das Desaster. Der Euro spaltet die Europäer! Auch wenn der US Dollar noch schlechter da steht, heißt das nicht, dass der Euro überleben wird. Wer sein Geld in dieser Währung auf der Bank lässt, wird mit Sicherheit noch sein Fiasko erleben.

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