Deutscher Hisbollah-Kämpfer Smyrek bleibt in Deutschland
Vier Asyl-Anträge nach Gefangenenaustausch

Vier der von Israel nach Köln-Wahn geflogenen Ex-Häftlinge haben Asylanträge in Deutschland gestellt. Außerdem ist der beim Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hisbollah freigelassene deutsche Staatsbürger Steven Smyrek in Deutschland geblieben. Unklar ist, ob und wie lange er in seinem Heimatland bleiben wolle, sagte am Freitag in Berlin ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.

HB BERLIN. Außerdem stellten Es gäbe keine Erkenntnisse, dass diese Personen einen terroristischen Hintergrund hätten, sagte der Sprecher. Gegen Smyrek laufe kein Verfahren in Deutschland. Er habe seinen Aufenthalt in Deutschland aber so zu gestalten, dass er mit den Gesetzen nicht in Konflikt komme, ergänzte der Sprecher. Daran sei er bei seiner Ankunft nachhaltig erinnert worden.

Der 32-Jährige war 1999 in Tel Aviv wegen der Hilfe zur Vorbereitung eines Sprengstoff-Anschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Zwei Jahre zuvor war der Braunschweiger auf dem Flughafen von Tel Aviv verhaftet worden. In seinem Gepäck hatte er Landkarten und eine Kamera. Er habe im Auftrag der Hisbollah belebte Plätze auskundschaften wollen, gab er in einem Verhör an. Später widerrief er dieses Geständnis. Der Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, Smyrek sei nicht auf Wunsch der Bundesregierung auf die Liste der Auszutauschenden geraten. Dies sei eine Forderung der Hisbollah gewesen.

„Focus Online“ hatte berichtet, der zum Islam konvertierte Deutsche könnte bei der Hisbollah im Verdacht stehen, in israelischer Haft Aussagen über die libanesische Miliz gemacht zu haben.

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