Deutscher Industrie- und Handelskammertag
Bündnis zu Gunsten älterer Beschäftigter geplant

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag will gemeinsam mit Politik und Unternehmen nach Wegen suchen, um „eine stärkere Beteiligung Älterer am Erwerbsleben zu ermöglichen“. Ein entsprechendes Bündnis soll der Bundesregierung vorgeschlagen werden.

HB BERLIN. Dies berichtet die „Berliner Zeitung“. In einem Vorstandspapier schlägt der Verband eine umfassende Aufklärungsarbeit in den Betrieben vor, neue Weiterbildungsangebote der Wirtschaft für ältere Beschäftigte sowie eine Einschränkung der Frühverrentungspraxis. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sagte der Zeitung: „Die Betriebe können künftig nicht mehr auf dieses Potenzial verzichten, die Arbeitnehmer müssen sich auf längere Lebensarbeitszeiten einstellen.“

Das 14-seitige Schriftstück sieht dem Bericht zufolge umfassende Aufklärungsarbeit in den Betrieben, neue Weiterbildungsangebote der Wirtschaft für ältere Beschäftigte sowie eine Einschränkung der Frühverrentungspraxis vor. Nach Ansicht des Kammerverbands verzichten derzeit viele Unternehmen auf das Know-How und den Erfahrungsschatz Älterer. Nachlassende Leistungsfähigkeit, geringe Flexibilität oder niedrige Technikakzeptanz würden von Unternehmen oftmals als Argumente gegen eine Beschäftigung Älterer genannt. Dies zeuge jedoch von „Unkenntnis und Vorurteilen.“

Um die Frühverrentung einzudämmen, dringt der DIHK darauf, die Abschläge bei vorzeitigem Rentenbezug von 0,3 auf 0,5 Prozent pro Monat anzuheben. Außerdem müsse die maximale Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I für alle Arbeitnehmer auf 12 Monate begrenzt werden; derzeit können über 55-Jährige die Hilfe bis zu 32 Monate lang bekommen, ab Februar gilt als Konsequenz der Hartz-Gesetze die Höchstgrenze 18 Monate.

Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer zu verbessern, um die geplante schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre abzufedern.

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