Deutscher Pflegetag
Gesundheitsminister Gröhe antwortet auf Hilfsgesuche

Pflege in Not: Auf Krankenstationen und in Altenheimen ist der Druck hoch, Pfleger arbeiten oft im Akkord – und werden schlecht bezahlt. Minister Gröhe verspricht Verbesserungen – und bittet um Geduld.
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BerlinLaute Hilferufe empfangen Hermann Gröhe auf dem Weg zum Deutschen Pflegetag. „Pflege braucht Politik“, rufen Pfleger und Krankenschwestern dem CDU-Gesundheitsminister entgegen. Die knapp 15 Mitglieder der Aktionsgruppe „Pflege am Boden“ liegen symbolträchtig auf dem grauen Marmor des Foyers. Gröhe ist sich bewusst, dass die Hoffnungen der Branche enorm sind. Er hat reichlich Ankündigungen im Gepäck.

Die Kabinettskollegen seien mit ihm auf der Meseberger Klausur einig gewesen: Pflege müsse zu einem zentralen Thema werden. Auch persönliche Erfahrungen habe die Ministerrunde teils ausgetauscht. Nun zeigt sich Gröhe startbereit.

Der erste Schritt seien mehr Betreuungskräfte, die sich zusätzlich zu den Fachkräften und Angehörigen um Pflegebedürftige kümmern. Dazu würden die bestehenden Leistungen flexibilisiert und erhöht. Der zweite Schritt sei der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff - Demenzkranke sollen endlich besser in die Pflegeversicherung einbezogen werden. Gröhe warb für Verständnis, dass es trotz jahrelanger Vorbereitungen noch etwas dauere, bis es dazu kommt. Aber: „Wir sind fest entschlossen, diesen Schritt zu gehen.“

Niemand soll zu kurz kommen: Der Branche verspricht der Minister, sich um gute Bezahlung, eine bessere Ausbildung und Bürokratieabbau kümmern zu wollen. Die Angehörigen? „Auch sie müssen eine spürbare Entlastung erhalten.“

Beruf und Pflege müsse leichter unter einen Hut gebracht werden können. Passage für Passage führt der Minister die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags aus. Rund sechs Milliarden Euro sollen die Beitragszahler zusätzlich in die Pflegekassen einzahlen müssen.

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In Röslers „Jahr der Pflege“ ist wenig passiert

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