Deutsches Schwarzgeld fließt weiter in die Schweiz
Kapitalflucht vereitelt Eichels Steueramnestie

Schweizer Banken können mit einer gewissen Befriedigung auf die Versuche der Deutschen blicken, ihr Steuersystem zu reformieren. Da dabei bislang wenig herausgekommen sei, werde „massiv Kapital und Vermögen aus Deutschland ins Ausland und hier vor allem in die Schweiz“ gebracht, stellt die Handelskammer Deutschland-Schweiz fest.

ZÜRICH. Die Handelskammer machte bei ihrer Jahresbilanz gestern in Zürich deutlich, wer der Hauptverlierer dieser Entwicklung ist: Bundesfinanzminister Hans Eichel.

„Wegen der anhaltenden Kapitalflucht aus Deutschland wird die so genannte Steueramnestie wohl nur ein Tropfen auf dem heißen Stein bleiben“, meinte Jörg Clauss, der die Rechts- und Steuerabteilung der deutschen Handelskammer in Zürich leitet. Allein im Jahr 2003 spürten deutsche Zollbehörden an der Grenze zur Schweiz 2 Mrd. Euro Schwarzgeld auf, „teilweise in der Unterwäsche versteckt“. Da die entdeckten Schmuggeleien nur ein Bruchteil der tatsächlich transferierten Summe ausmachen, geht die Kammer davon aus, dass Monat für Monat zwei- bis dreistellige Millionenbeträge aus Deutschland in die Schweiz abfließen.

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