Ausgeglichener Haushalt ab 2014 in Sicht

Deutschland
Ausgeglichener Haushalt ab 2014 in Sicht

Die Bundesregierung rechnet ab dem kommenden Jahr mit einem ausgeglichenen Staatshaushalt, ab 2016 sogar mit einem Überschuss. Die Schuldenquote dürfte in den kommenden Jahren jedoch die EU-Grenze weiter überschreiten.
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BerlinDeutschland steht vor der dauerhaften Rückkehr zu Überschüssen im Staatshaushalt. Im aktualisierten jährlichen deutschen Stabilitätsprogramm an die EU-Kommission, das am Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden soll und der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, ist von Überschüssen ab 2016 die Rede.

Nach einem Defizit von einem halben Prozent im laufenden Jahr rechnet die Regierung in den beiden folgenden Jahren mit ausgeglichenen Staatshaushalten. Für 2016 und 2017 wird dann von einem Überschuss von jeweils rund einem halben Prozent ausgegangen. Vor Jahresfrist war die Regierung noch nicht ganz so zuversichtlich.

Was die Schuldenstandsquote angeht, so wird auch hier bis 2017 eine deutliche Entspannung erwartet. Von etwa 80,5 Prozent Staatsschulden gemessen an der Jahres-Wirtschaftsleistung im Jahre 2013 soll die Schuldenquote dem Bericht zufolge auf 77,5 Prozent im nächsten Jahr sinken. Über 75 Prozent im Jahre 2015 und 71,5 Prozent in 2016 soll letztlich ein Stand von 69 Prozent 2017 erreicht werden. Das ist allerdings immer noch höher, als die kritische Marke in Europa von 60 Prozent. Auch in diesem Bereich ist die Regierung aber inzwischen etwas optimistischer als bei der letzten Aktualisierung des Programms im April 2012.

Basis für den Stabilitätsbericht bildet die Erwartung, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 0,4 Prozent und im nächsten um 1,6 Prozent wächst. Von 2015 bis 2017 wird dann von einem durchschnittlichen Wachstum von 1,5 Prozent ausgegangen.

Auch für den Außenhandel sieht es schon bald wieder rosiger aus: Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des DIHK in diesem Jahr wieder hinter China zum Export-Vizeweltmeister aufsteigen. Deutschland werde den USA 2013 diesen Titel wieder abjagen, sagte der Außenhandelschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier, der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe). Ein Grund dafür sei, dass die deutschen Ausfuhren 2013 deutlich stärker anzögen als die der amerikanischen Wirtschaft. Der DIHK erwarte in diesem Jahr für die deutschen Firmen ein Exportplus von rund sechs Prozent. Außerdem werde der Euro gegenüber dem Dollar an Wert gewinnen, was sich ebenfalls positiv in der Endabrechnung auswirke.

2009 hatte Deutschland den Spitzenplatz in der Exportwirtschaft an China verloren und im vergangenen Jahr hinter den USA erneut Rang drei belegt.

Kommentare zu "Ausgeglichener Haushalt ab 2014 in Sicht"

Alle Kommentare
  • Tja, Traum & Wirklichkeit, 2 Welten prallen aufeinander!

    Deshalb wähle ICH 100%ig AfD!
    Deutschlands Zustand läßt nichts anderes mehr zu!
    Änderung MUSS 2013 her!!!

    UMFRAGE
    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_63395934/forsa-umfrage-beide-politischen-lager-ohne-mehrheit.html

    Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?
    Es haben 18082 Besucher abgestimmt
    Donnerstag, 06.06.2013, 08.40h

    CDU/CSU 24.9% (4511 Stimmen)

    SPD 12.7% (2288 Stimmen)

    Die Grünen 3.9% (713 Stimmen)

    FDP 3% (548 Stimmen)

    Piratenpartei 1.7% (305 Stimmen)

    AfD 40.7% (7356 Stimmen)

    Die Linke 3.8% (693 Stimmen)

    Keine Partei 3.9% (698 Stimmen)

    Andere Parteien 5.4% (970 Stimmen)

    * Diese Nutzerumfrage ist nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Online-Umfragen sind einem hohen technischen Missbrauchsrisiko ausgesetzt, die Ergebnisse dieser Umfrage könnten eventuell von Dritten manipuliert worden sein.

  • "Ausgeglichener Haushalt ab 2014 in Sicht"

    ...vorbehaltlich der hundert Milliarden pro Jahr, die wir dann Richtung Süden und/oder Luxemburg überweisen.

  • @Rechner:Ihre Vorstellung von Rückstellungen ist falsch. Für die Pflicht zur Bildung von Rückstellungen, müssen kein einzelvetraglichen Verpflichtungen bestehen. Es muss die Ursache feststehen (hier Pensionen), aber der Betrag muss weder in Höhe noch Zahlungszeitpunkt genau feststehen, sondern nur mit überwiegender Wahrscheinlichkeit abschätzbar sein. So müssen auch Prozessrückstellungen bei drohenden Niederlagen gebildet werden. Da jeder Einzahler von Beiträgen Rentenbescheide mit entsprechender Hochrechnung (auf rechtlicher ceteris paribus Annahme) bekommt, ist eine Aufaddierung und Abdiskontierung aller Ansprüche ohne weiteres möglich.

  • @Rechner: Dies ist die Definition für ein Schneeballsystem der SEC:
    What is a Ponzi scheme?
    A Ponzi scheme is an investment fraud that involves the payment of purported returns to existing investors from funds contributed by new investors. Ponzi scheme organizers often solicit new investors by promising to invest funds in opportunities claimed to generate high returns with little or no risk. In many Ponzi schemes, the fraudsters focus on attracting new money to make promised payments to earlier-stage investors and to use for personal expenses, instead of engaging in any legitimate investment activity.
    Why do Ponzi schemes collapse?
    With little or no legitimate earnings, the schemes require a consistent flow of money from new investors to continue. Ponzi schemes tend to collapse when it becomes difficult to recruit new investors or when a large number of investors ask to cash out.
    http://www.sec.gov/answers/ponzi.htm

    Lesen Sie das mal in Ruhe durch und denken Sie einfach mal an Griechenland, Portugal, Zypern.

  • 'mr3abacus' sagt
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    @Rechner sagt:" Die zukünftigen Pensionszahlungen etcpp den Schulden dazuzurechnen ist genauso unsinnig wie die Miete des Herrn Meier in den nächsten 30 Jahren seinen Bankschulden hinzuzurechnen." Das ist falsch. Denn die Pensionslasten sind Forderungen des Individuums gegenüber dem Staat, die nicht beliebig verändert werden können.
    --------------------

    Das ist BICHT falsch, denn diese "Forderungen" können sehr wohl erheblich geändert werden.

    Und zwar nicht zuletzt unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit des Staates.

    Anscheinend ist Ihnen nicht bekannt das die Höhe von Beamtenpensionen und Renten der gesetzlichen (!) Rentenversicherung per Gesetz festgelegt werden.

    +++

    'mr3abacus' sagt
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    Genau daher sind in jeder Bilanz eines Unternehmens nach jedem anerkanntem Rechnungslegungsstandard Pensionsverpflichtungen als Schuldposition (Barwert) zu bilanzieren, Mietverpflichtungen hingegen nicht. Sie setzten Dinge gleich, die nicht gleich sind.
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    Nein - das tun Sie vielmehr.

    Betriebsrenten und -pensionen sind einzelvertragliche Verpflichtungen, die ihrer Höhe nach bestimmt sind (Endgehalt mal Faktor plus Inlation odgl.).

    Sozialversicherungsrenten und -beiträge werden hingegen gemäß dem "Generationenvertrag" vom Gesetzgeber festgelegt unter der Berücksichtigung der Generationengerechtigkeit. Daraus ergibt sich schon, daß bei steigender Lebenserwartung nicht die gleichen Rentenhöhen möglich sind, es sei denn die Lebensarbeitszeiten steigen im gleichen Maße.

    Auch bei der Festlegung der Beamtenpensionen kann und wird der Staat selbstverständlich die steigende Lebenserwartung der Ruhestandsbeamten und seine Leistunhsfähigkeit berücksichtigen.

    ...

    Weswegen es unsinnig ist und bleibt, zukünftige Staatspensionen und Sozialversicherungsrenten mit den Staatsschulden in einen Topf zu werfen.

  • Diese städigen Meldungen und Vorhersagen und das Schönrechnen sind doch nur Opium fürs dumme Volk

  • Schuldenabau, wie dumm muss man die Bürger wieder hält...

    Wobei, vielleicht stimmt es sogar, machen wir einen "freiwilligen" Schuldenschnitt der privaten Staatsanleihen Halter. Die folgenden Bankenpleiten fangen wir mit "freiwilligen" Spareinlagenabgaben aus.

  • JA, die da oben, die welfremden Sesselfurzer halten den Wähler für Dumm, haben sie doch offen ausgesprochen, mehrmals... Das soll vor der Wahl nur dazu dienen das die eigentlichen CDU Wähler wieder beruhigt sind und brav die Mutti wiederwählen. Es kommt der Tag da werden sie sich den Finger brechen wenn sie im September wieder da das Kreuzchen machen wo sie es halt schon immer getan haben. Ja weil auch ihre Mutti hat da das Kreuz gemacht. Irgendwann sind die ausgestorben, wie die Dinosaurier.

  • Ausgeglichener Haushalt? Wollen die Politiker uns für dumm verkaufen? " Euro-Rettung treibt deutsche Schulden auf Rekord-Hoch " Insgesamt erhöhte sich 2012 der deutsche Schuldenstand um 81 Milliarden Euro. (Deutsche Wirtschafts Nachrichten) Ursache sind vor allem die Kosten für ESM und EFSF in Höhe von 45 Milliarden Euro. Deutschland hat mehr Schulden als je zuvor und es fehlen noch die Target2-Salden, Haftungsgarantien und Ausfallrisiken für ESM, LTRO, ELA, allen anderen Finanzierungsmechanismen, Defizite der EZB sowie EU!

  • Leider fehlt in der Überschrift das wichtigste Wort. Sie müsste heißen:

    „Strukturell ausgeglichener Haushalt ab 2014 in Sicht“
    Unter Strukturell fallen Konjunktureinflüsse und Einmaleffekte.

    Konjunktureinflüsse: Das heißt, falls die Konjunktur nicht so gut läuft wird es leider nichts mit dem ausgeglichenen Haushalt.

    Einmaleffekte: Darunter fallen auf jeden Fall die Zahlungen, die wir wegen der Eurokrise an andere Schuldenstaaten leisten müssen. Unter dem Begriff Einmaleffekte lässt sich zudem sehr viel unterbringen. Bei solchen Wortschöpfungen und deren spätere Auslegungen haben unsere Regierenden viel Fantasie. Es ist aber egal wie man das Kind nennt, ob Negativguthaben, oder sonst was, zahlen werden wir müssen, und es stehen viele hundert Milliarden im Feuer, ein mehrfaches des gesamten Bundeshaushaltes. So ein Einmaleffekt kann Generationen später noch Freude bereiten.

    Eine Regierung, die schon so viele Jahre in der Verantwortung ist, sollte man nur noch zu einem ganz, ganz kleinen Teil daran messen was sie vor hat, sondern daran was sie in der Zeit, in der sie in der Verantwortung stand für das Land und deren Bürger getan hat.

    Meiner Meinung nach liegen unsere Regierenden in der alles andere überschattenden Euro-Krise permanent falsch. Von Anfang an bis jetzt wurden Verträge und Versprechen gebrochen, und Haftungen in schwindelerregenden Höhen aufgetürmt, die für die Bürger in Deutschland eine reale große Gefahr bedeuten.

    Ist alles nicht so schlimm, nur Einmaleffekte(?) Also mich könnt ihr mit solchen Vorhersagen nicht mehr ködern. Und hört endlich damit auf, diejenigen, die den Verlauf dieser Krise exakt vorhergesehen haben zu verunglimpfen, auf sie hören hättet ihr sollen.

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