"Deutschland bleibt Exportweltmeister": Glos verteidigt vorsichtige Prognose

"Deutschland bleibt Exportweltmeister"
Glos verteidigt vorsichtige Prognose

Wirtschaftsminister Michael Glos hat die zurückhaltende Wachstumsprognose der Bundesregierung für das laufende Jahr verteidigt.

HB BERLIN. Eine bewusst vorsichtige Schätzung sei besser als nachträgliche Korrekturen nach unten wie in der Vergangenheit, erklärte Glos am Donnerstag in der Bundestags-Debatte über den Jahreswirtschaftsbericht. Es bestehe aber die Chance, am Ende besser abzuschließen als die vorhergesagte offizielle Wachstumsrate von 1,4 Prozent. Die konjunkturelle Erholung werde an „Breite gewinnen“.

„Deutsche Exporteure werden Marktanteile hinzugewinnen“, sagte Glos. Dies werde dazu beitragen, dass Deutschland Exportweltmeister bleiben werde, was auch dem Arbeitsmarkt zu Gute komme. „Auch die Binnenkonjunktur könnte wieder an Zugkraft gewinnen“, ergänzte er. Dafür sprächen etliche Indikatoren. Schon der vorausgesagte Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen spreche dafür, dass die gute Außenhandelsentwicklung auch auf den Binnenmarkt durchschlage.

Dem sollte die Konsumnachfrage folgen. Glos appellierte darüber hinaus an die Wirtschaft, dem Beispiel der Politik zu folgen und ihre Forschungsausgaben zu erhöhen. Kürzungen bei den Unternehmen dürfe es hier nicht geben. „Das Gegenteil muss der Fall sein“, forderte der CSU-Politiker.

Mit Blick auf die anstehenden Tarifrunden mahnte Glos die Tarifpartner zu Disziplin, plädierte aber zugleich dafür, bestehende Spielräume mit hoher Flexibilität zu nutzen. Die Tarifpartner müssten sich so einigen, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Landes nicht gefährdet sei.

Glos kündigte an, dass unter Federführung des Finanzministers „sehr bald“ ein Vorschlag zur Reform der Unternehmenssteuern erarbeitet werde. Bis dahin erhoffe er sich von der Verbesserung der Abschreibungsbedingungen einen konjunkturellen Zusatzeffekt.

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