Deutschland bleibt klimapolitischer Vorreiter
Trittin weist Kritik zurück

Umweltminister Jürgen Trittin hat die Kritik von Naturschützern zurückgewiesen, Deutschland werde womöglich die Ziele des Kyoto-Abkommens nicht erreichen. „Ich kann dieses Gerede, welches die klimapolitische Vorreiterrolle Deutschlands in Frage stellt, vor dem Hintergrund unserer international zu messenden Leistungen wirklich nicht nachvollziehen“, sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch im Deutschlandradio Berlin.

HB BERLIN. Das Klimaschutzabkommen von Kyoto tritt am Mittwoch in Kraft. Es soll den Ausstoß schädlicher Treibhausgase verringern. Deutschland hatte sich verpflichtet, seine CO2-Emissionen bis zum Jahr 2012 um mindestens 21 % zu senken.

Trittin zufolge hat die Bundesrepublik in den vergangenen sieben Jahren bereits 200 Mill. Tonnen CO2 eingespart und sein Reduktionsziel damit schon fast erreicht. Deutschland könne besonders stolz darauf sein, dass seine privaten Haushalte und der Verkehr die CO2-Emissionen auf unter das Niveau von 1990 gesenkt hätten.

Dagegen rief Klaus Töpfer, Leiter der Umweltbehörde der Vereinten Nationen, die Bundesregierung zu stärkeren Anstrengungen auf. „Auch Deutschland wird noch mehr tun müssen, um die durch Kyoto und die gemeinsame EU-Politik gesetzten Ziele verlässlich zu erreichen“, sagte Töpfer der „Berliner Zeitung“ (Mittwoch).

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