Deutschland fordert Aufklärung
Thailand soll Einsatz der Tsunami-Spenden überprüfen

Einem Zeitungsbericht zufolge hat Deutschland die thailändische Behörden zur Aufklärung eines angeblichen Missbrauchs von Tsunami-Spendengeldern aufgefordert.

HB BANGKOK. Die Summe von 1,7 Millionen Dollar aus sieben westlichen Staaten seien verschwendet oder ihre wirkliche Verwendung verschleiert worden, berichtete die Zeitung „The Nation“ am Montag unter Berufung auf diplomatische Kreise. Das Blatt veröffentlichte auf seiner Internet-Seite einen Brief, den Spitzendiplomaten Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Schwedens, Finnlands, der Niederlande und der USA unterzeichnet hatten. Darin wird der Polizeichef Thailands, General Kowit Wattana, aufgefordert, eine Überprüfung einzuleiten.

Kowit sagte die Einsetzung einer Ermittlungskommission zu, um die Verwendung des Geldes zu klären, das zur Identifizierung von thailändischen Opfern des verheerenden Tsunami 2004 dienen sollte. Diplomaten hatten dagegen eine von den USA bezahlte Untersuchung durch eine private Buchprüfungsfirma verlangt. Ein thailändischer Polizeisprecher erklärte, beim angeblichen Missbrauch handle es sich um ein Missverständnis. Die thailändische Polizei unterstütze jedoch eine unabhängige Überprüfung der Vorwürfe. Jemand habe das Geld wohl gestohlen, sagte dagegen ein Diplomat, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Bei dem verheerenden Tsunami 2004 waren allein in Thailand nach offiziellen Angaben mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen, 3000 wurden vermisst.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%