Deutschland - Hochlohnland
Müntefering für höhere Lohnforderungen

SPD-Chef Franz Müntefering hat die Gewerkschaften aufgerufen, nach Jahren moderater Abschlüsse zur Ankurbelung der Binnenkonjunktur wieder höhere Löhne zu fordern. "Deutschland ist ein Hochlohnland und muss das auch bleiben wollen", sagte Müntefering am Samstag beim Juso-Bundeskongress in Leipzig.

HB LEIPZIG. In guten Zeiten müssten Arbeitnehmer auch an den Gewinnen der Unternehmen teilhaben. Er forderte die Unternehmen auf, die Vorteile der Steuersenkungen der rot-grünen-Regierung an die Arbeitnehmer weiterzugeben. Erfolge der Wirtschaft müssten verknüpft werden mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze.



Ähnlich hatten sich bereits Finanzminister Hans Eichel und sein Wirtschaftskollege Wolfgang Clement (beide SPD) geäußert. Eine Korrektur der Agenda 2010 schloss er aus. "Der beschrittene Weg ist richtig und wir müssen fortsetzen", sagte er am Samstag vor rund 300 Delegierten. Mit der Reform sei bereits einiges erreicht worden, entgegnete der Parteichef der teils scharfen Kritik des SPD - Nachwuchses. Zugleich räumte er Platz für Ergänzungen ein. "Es muss weiteres dazu kommen und wir müssen prüfen, ob bei Hartz IV andere Akzente gesetzt werden können", sagte Müntefering. Zuvor hatte der wiedergewählte Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning die Mutterpartei zu einem Kurswechsel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik aufgefordert. Sie brauche einen Generationenwechsel. Sie benötige aber keine rein personelle, sondern auch eine inhaltliche Erneuerung, betonte der 27-Jährige. Die Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder habe das zentrale Problem der Arbeitslosigkeit nicht in den Griff bekommen. Böhnnig bekräftigte die Forderung der Jusos nach einer Ausbildungsplatzabgabe und die strikte Ablehnung von Studiengebühren.

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