Deutschland-Trend
70 Prozent mit Merkels Krisenpolitik zufrieden

Kanzlerin Angela Merkel schwebt weiterhin unverwundbar über einer zerstrittenen Regierungskoalition und der Euro-Krise. Über zwei Drittel der Befragten im ARD-Deutschland-Trend zeigten sich mit ihrer Arbeit zufrieden.
  • 64

BerlinDie große Mehrheit der Deutschen ist mit dem Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Schuldenkrise zufrieden. Im am Mittwoch veröffentlichten Deutschland-Trend der ARD erklärten 70 Prozent der Befragten, die Euro-Rettung sei bei der CDU-Chefin in guten Händen.

Bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der qua Amt für den Euro zuständig ist, bejahen dies 67 Prozent. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler genießt in dieser Frage dagegen nur das Vertrauen einer kleinen Minderheit. Lediglich elf Prozent der Befragten glauben, dass die Euro-Rettung bei ihm gut aufgehoben sei. Damit liegt Rösler noch hinter Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin mit 15 Prozent.

Aus Sicht der allermeisten Deutschen steht Merkel allerdings die Feuerprobe noch bevor: 84 Prozent denken, dass der schlimmste Teil der Euro-Krise erst noch kommt. Drei von vier Bürgern gehen davon aus, dass ein Zerbrechen des Euro für die deutsche Wirtschaft schwer zu verkraften sein würde. Trotzdem findet nur knapp jeder Dritte, dass Griechenland in der Währungsunion bleiben sollte. 64 Prozent der Befragten rechnen damit, dass der Euro die Schuldenkrise überstehen wird.

In dem Vertrauen auf Merkels Fähigkeiten, Deutschland durch die Schuldenkrise zu manövrieren, spiegelt sich auch ihre Beliebtheit. In der Politiker-Rangfolge erreichet sie mit einer Zustimmung von 68 Prozent den besten Wert seit Ende 2009 und führt damit die Liste souverän an, gefolgt von Schäuble (64 Prozent).

In dem Ranking schneidet als Bester der möglichen Herausforderer Merkels bei der Bundestagswahl SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit 55 Prozent ab. Schlusslicht ist Rösler mit 16 Prozent.

In der Sonntagfrage profitiert die Union offenbar vom guten Image Merkels und kann im Vergleich zum Vormonat um einen Punkt auf 36 Prozent zulegen. Die SPD verliert zwei Punkte auf 28 Prozent. Die Grünen geben einen Punkt ab und kommen auf 13 Prozent, die Linkspartei sinkt um einen Punkt auf sechs Prozent.

Die Piratenpartei legt einen Punkt zu und würde mit acht Prozent erstmals in den Bundestag einziehen. Die FDP kann zwar um einen Punkt zulegen, allerdings ist ihr Wiedereinzug in den Bundestag mit fünf Prozent fraglich.

Sollte die Union bei der Bundestagswahl nicht auf die FDP als Mehrheitsbeschaffer bauen können, befürworten zwei von drei Wählern eine großen Koalition. Ein schwarz-grünes Bündnis befürworten nur 28 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Deutschland-Trend: 70 Prozent mit Merkels Krisenpolitik zufrieden"

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  • Nicht nur Schäuble verkauft uns; auch Merkel mit ihrem abnick Parlament. Aber wenn man die SPD; Linke; Grüne; hört, wäre es mit diesen noch viel schlimmer. Somit scheint die derzeitige Regierung noch das kleinere Übel zu sein. Leider gibt es zur Zeit keine wählbare Partei.

  • Die geben erst Ruhe, wenn hier wieder merh als 9 Mio Arbeitslose an den Straßenrändern stehen mit Pappshildern "ich suche Arbeit"
    Unsere derzeitgen Polkitiker die uns das eingebrockt haben, haben sich dann längst verzogen

  • W. Fischer
    kann Ihnen nur zustimemn.
    Erinenrt auch an die Enteignung in der DDR.

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