Deutschlandbesuch des US-Präsidenten
Obama trifft auch Steinbrück – Rede vorm Brandenburger Tor

Das Programm des US-Präsidenten bei seinem Deutschlandbesuch steht. Barack Obama will neben Kanzlerin Merkel auch ihren Kontrahenten Steinbrück treffen. Höhepunkt soll eine Rede vor dem Brandenburger Tor sein.
  • 3

BerlinBei seinem Berlin-Besuch in der kommenden Woche wird US-Präsident Barack Obama auch den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück treffen. Dies geht aus dem Programm hervor, das die Bundesregierung nach langer Geheimhaltung am Freitag offiziell bestätigte. Die meisten Stationen des insgesamt 25-stündigen Besuchs waren aber bereits bekannt. Wichtigster Termin für Obama wird am Mittwochnachmittag eine Rede vor dem Brandenburger Tor sein. Erwartet werden dazu 4000 geladene Gäste.

Für Obama wird dies der erste Berlin-Besuch als Präsident sein. Zuletzt war er im Juni 2008 in der deutschen Hauptstadt zu Gast, damals noch als Präsidentschaftskandidat für die Demokratische Partei. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verhinderte einen Auftritt vor dem Brandenburger Tor, stattdessen sprach Obama vor etwa 200 000 Menschen an der Siegessäule.

Nach dem alljährlichen Gipfel der großen Industrienationen und Russlands (G8) wird Obama nun am Dienstagabend in Berlin erwartet. Am Mittwoch geht es zunächst ins Schloss Bellevue, wo er von Bundespräsident Joachim Gauck mit militärischen Ehren empfangen wird. Im Kanzleramt stehen dann ein Gespräch mit Merkel, eine gemeinsame Pressekonferenz und ein Mittagessen unter vier Augen auf dem Programm.

Das Treffen mit Steinbrück wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Nachmittag in Obamas Hotel am Potsdamer Platz stattfinden. Abends ist noch ein Abendessen mit geladenen Gästen in Schloss Charlottenburg geplant, bevor sich Obama auf den Heimflug nach Washington macht. Begleitet wird er von seiner Ehefrau Michelle und vermutlich auch von den beiden gemeinsamen Töchtern.

Als wichtigste Gesprächsthemen nannte Regierungssprecher Steffen Seibert die Entwicklung in Syrien, in Afghanistan sowie im Nahen Osten. Bei dem Besuch soll es auch um die geplante Aufnahme von Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen sowie die Ausspähung von E-Mail-Verkehr durch amerikanische Stellen gehen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Deutschlandbesuch des US-Präsidenten: Obama trifft auch Steinbrück – Rede vorm Brandenburger Tor"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @p.jansen
    Ausgerechnet der, der uns durch die Abwrackprämie einmal aus der Krise geführt hat?
    ausgerechnet der soll ein Versager sein?
    Aber die Angela Merkel, die die europäische Wirtschaft durch ihre Sparmaßnahmen völlig kaputt macht, ist am Ende bestimmt auch noch eine Heldin.
    In meinen Augen wäre Steinbrück ein kompetenterer Finanzminister als unser Schäuble.
    Aber gut hoffen wir das beste für dei kommende Wahl.

  • Patriot Act.. NDAA... HR137 Bill... FEMA... Prism... etc..
    es gäb da noch son paar Themen.... und die lage in der EU muss erstmal Stabil sein... DANN kann man das abkommen in gesetz giessen..... man macht wieder wie mit dem Euro.... den 3 schritt vor dem 1 sten..

  • Ausgerechnet Steinbrück, der, als Finanzminister den deutschen Steuerzahler und viele Anleger bei der Pleite der Hypo Real Estate um über 100 Milliarden Euro betrogen hat,
    der später bei Siemens einige Milliarden Euro Schulden hinterließ,
    ausgerechnet mit solchen Versagern will sich ein US Präsident treffen? - das wirft ein übelst schlechtes Licht auf Obama und wirft dunkle Schatten auf die Zukunft Deutschlands, sollte Steinbrück auch nur die geringste Machtposition im Staate bekommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%