Deutschlands Ausgaben
Krise lässt Schuldenberg um 390 Milliarden Euro anwachsen

Die Linksfraktion hat im Bundestag angefragt, wie sehr das Krisenmanagement Deutschlands Schulden steigen ließ. Jetzt zitiert eine Zeitung aus der Antwort: Demnach übersteigen die Banken- die Staatshilfen bei weitem.
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PassauDie Ausgaben für das Krisenmanagement in der Finanzmarkt- und Eurokrise haben die Verschuldung Deutschlands bereits jetzt um 390 Milliarden Euro erhöht. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die der „Passauer Neuen Presse“ vorliegt.

Die Bankenhilfen im Zuge der Finanzmarktkrise bedeuten demnach für Bund, Länder und Kommunen bislang 322,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Schulden. Die Hilfen im Zuge der Eurokrise für Griechenland, Portugal und Irland erhöhten die Verschuldung um weitere 67,5 Milliarden Euro.

„Da die Konditionen für Spanien noch nicht im Detail vorliegen, ist das Rettungspaket für Spanien noch nicht in der Schätzung enthalten“, heißt es in der Antwort von Hartmut Koschyk (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium.

Laut der Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler beträgt die derzeitige Verschuldung Deutschlands 2,049 Billionen Euro, und pro Sekunde wächst sie um 1335 Euro. Umgerechnet auf die Einwohner der Bundesrepublik hat jeder Bürger durchschnittlich rund 25.000 Euro Schulden.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Deutschlands Ausgaben: Krise lässt Schuldenberg um 390 Milliarden Euro anwachsen"

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  • @ Rechner
    Nein, das stimmt einfach nicht. Nur allein die Auffanggesellschaft, die Bad Bank von West LB und Hypo verbuchten ein Minus von 10 Mrd für 2011. 2012 wird es wohl nicht besser sein, da der Gr. hair cut voll zu Buche schlägt. Und diese ganzen Auffanggesellschaften des öffentlichen Rechts sind halt Schattenhaushalte. Der Bankenrettungshaushalt ist beileibe nicht im Bundeshaushalt konsolidiert. Wenn das im Bundeshaushalt alles detailliert gelistet würde, was uns die ganze Rettungsarie bisher kostete und noch kosten wird, wäre ich richtig dankbar. Aber das trauen sie sich nicht(Regierung).

  • Rechner,

    jetzt bin ich noch verwirrter: ich hatte nämlich immer den Eindruck, dass die Bankenrettung eben aus diesen Töpfen kommt. Oder habe ich da noch ein paar andere übersehen?

    Was tut man dann letztendlich: über einen Topf diskutieren und die anderen totzuschweigen?
    Ausserdem hört sich das nach unnötiger Verkomplizierung zur Verschleierung der Lage an, da der Zahler doch immer derselbe ist, nämlich derjenige, der noch Geld wegzugeben hat bzw. vorgibt, etwas weggeben zu können - auch wenn er es selbst über Schulden finanziert, so wie D es tut. D hat doch kein Geld, sondern einen Berg Schulden, der sich wesentlich vergrössert, um dieses zu finanzieren.
    Somit kann ich in meiner Naivität nicht verstehen, wie D jetzt an dieser Sache verdienen soll. Was ja einer der grossen Vorwürfe unserer südländischen und anderer Freunde ist.
    Oder sehe ich das verkehrt?

  • Noch etwas, Rechner, ich kann mich erinnern, dass Sie vor nicht allzulanger Zeit darauf bestanden haben, dass die max. Haftung für D bei 190 Mrd. liegt. Nun 390 Mrd. sind nicht 190 Mrd., das kann sogar ich noch erkennen.
    Bedeutet dies also, dass der ESM eine Grenze von 190 Mrd. hat, laut Ihren Aussagen, aber dass es da dann noch einige andere Möglichkeiten gibt, um ausser dieser Haftungssumme D weitere Summen aufzubürden, die die öffentlich ausposaunte Grenze um ein wesentliches übersteigen?
    Ihre Meinung hierzu würde mich interessieren.

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