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Deutschlands Bonität: Schäuble kritisiert Moody's Entscheidung

Nachdem die Ratingagentur Moody's den Ausblick für die deutsche Bonität auf negativ abgestuft hat, äußert nun Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble Kritik. Er erwartet keine steigenden Zinsen durch die Entscheidung.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Quelle: AFP
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Quelle: AFP

BerlinFinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Entscheidung der Ratingagentur Moody's, den Ausblick für die Bonität Deutschlands von stabil auf negativ zu senken, als "falsch" bezeichnet." Natürlich sorgt die Krise in der Euro-Zone für Risiken", sagte Schäuble der Zeitung "Welt am Sonntag". Jedoch profitiere kein Land so sehr von der Gemeinschaftswährung wie Deutschland, fügte er hinzu. Moody's hatte seine Entscheidung unter anderem mit den Risiken der Eurokrise begründet.

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Ratingagenturen in der Kritik „Nicht nachvollziehbare Herabstufungen“

Nach der Finanzkrise 2008 haben Rating-Agenturen laut einer Studie der Universität St. Gallen die Kriterien für die Schuldnerqualität von europäischen Staaten verschärft und damit eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt.

Ratingagenturen in der Kritik: „Nicht nachvollziehbare Herabstufungen“

Trotz der Entscheidung der Ratingagentur rechnet Schäuble zudem nicht mit steigenden Zinsen für Deutschland. "Da bin ich schon vor Urlaubsantritt entspannt", sagte er der Zeitung. "Im Übrigen nehmen die Finanzmärkte die Ratingagenturen gar nicht mehr so wichtig, wie man in den letzten Tagen beobachten konnte." Solange Deutschland ein so niedriges Zinsniveau habe, sei es für ihn als Haushaltsminister gut, weil es die Ausgaben senke. "Auf der anderen Seite ist es für den Finanzminister aber auch ein Zeichen, dass die Märkte nicht in Ordnung sind", sagte Schäuble.

Ratingagenturen

Moody's hatte am Montag für die Bonität Deutschlands, der Niederlande und Luxemburgs den Ausblick von stabil auf negativ gesenkt. Die drei Länder, die alle derzeit die Top-Bewertung bei der Kreditwürdigkeit haben, gerieten wegen der "wachsenden Unsicherheit" in der Eurozone ebenfalls in Gefahr, warnte Moody's.

  • 29.07.2012, 11:41 UhrOeconomicus

    Der Euroholic ist nicht nur hochgradig beratungsresistent, sondern ignoriert auch die Macht-Grundlagen der Rating-Agenturen.

    Timothy Geithner könnte am Montag beim Nordsee-Krabben-Essen auf Sylt diesbezüglich Nachhilfe geben.

    Alternativ könnte er auch diese beiden Aufsätze studieren:

    'rating' hat nichts mit raten zu tun (!)
    http://www.fortunanetz.de/kbeobacht/2012/Januar/Jan16.php

    Brauchst du Zeit, drucke Geld!
    http://www.fortunanetz.de/kbeobacht/2012/Januar/Jan22.php

  • 28.07.2012, 15:09 UhrWinfriedSobottka

    Entschuldige, Handelsblatt - habe soeben festgestellt, dass drezeit offenbar automatisch freigegeben wird.

    Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass es von einer bestimmten Seite betriebene Masche ist, Foren- und Kommentarstränge zu Informationsgräbern zu machen, indem hirnlose Beiträge so gepostet werden, dass sie alles andere überdecken.

  • 28.07.2012, 15:06 UhrWinfriedSobottka

    [+++Beitrag wurde von der Redaktion gelöscht+++]

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