Deutschlands Forscher liegen an der Weltspitze
Bund investiert mehr in Forschung

Trotz der gegenwärtigen Sparzwänge will die Bundesregierung mehr Geld für Forschung und Entwicklung ausgeben. Bis 2010 sollen die Ausgaben auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Zu diesem Ziel verpflichtete sich Forschungsministerin Edelgard Bulmahn bei der Vorlage des Forschungsberichts. Derzeit liegt der Anteil der entsprechenden Aufwendungen bei 2,52 Prozent.

HB BERLIN. Laut Bulmahn hat der Bund seit 1998 seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 1 Mrd. auf jetzt rund 9 Mrd. Euro gesteigert. Mehr als 2 Mrd. Euro oder 23,3 % der gesamten Forschungsmittel seien dabei in die neuen Länder geflossen, die damit überproportional gefördert wurden, sagte Bulmahn.

„Die Bundesregierung hat mit ihrer Forschungsförderung den Vorsprung in den wichtigen Zukunftsbranchen der Wirtschaft ausgebaut“, sagte Bulmahn. In der Lasertechnik sei Deutschland vom Importeur in den 80er Jahren zum weltweit führenden Anbieter optischer Technologien geworden. In der Informationstechnologie sei das Land einer der modernsten Standorte weltweit. Auch die Biotechnologie sei ein zentraler Schwerpunkt der Förderung der Forschung. „Derzeit gibt es 25 Bioregionen in Deutschland mit rund 600 jungen Unternehmen, davon allein 360 im medizinischen Bereich. Damit liegt Deutschland europaweit an der Spitze“, sagte Bulmahn. Die Nanotechnologie verspreche den nächsten großen Innovationsschub. Hier haben sich die Fördermittel des Bundes den Angaben zufolge auf 123,8 Mill. Euro in diesem Jahr von 27,6 Mill. Euro im Jahr 1998 vervierfacht.

Nach Angaben der Ministerin hat Deutschland seine starke Position auf den internationalen Technologiemärkten behauptet. Der Exportüberschuss für Güter der Hoch- und Spitzentechnologie habe 2002 rund 132 Mrd. Euro betragen, hieß es in dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Bundesberichts Forschung. Bei forschungsintensiven Gütern liege Deutschland mit einem Weltmarkt- Anteil von 14,9 % hinter den USA (19,4 %) auf Rang zwei. Mit 127 weltmarktrelevanten Patenten je eine Million Einwohner belege Deutschland zudem hinter Japan (164 Patente) ebenfalls den zweiten Platz. Bei den Veröffentlichungen in international renommierten Zeitschriften, die auch als Gradmesser für die Innovationsfreude eines Landes gelten, liege man mit einem Anteil von neun Prozent hinter den USA (32 Prozent) und Japan (zehn Prozent) auf dem dritten Platz.

Der Bundesforschungsbericht wird im Auftrag des Bundestages alle vier Jahre zusammengestellt und ist eine Bestandsaufnahme der Forschungslandschaft in Deutschland. Erstmals umfasst er auch den Bericht zur technologischen Leistungsfähigkeit des Landes.

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