Deutschlandtrend
Merkel verliert an Zustimmung

Zur Diesel-Affäre hielt sich die im Urlaub befindliche Kanzlerin merklich zurück. Nun büßt Angela Merkel einige Sympathiepunkte ein und fällt hinter andere Minister zurück. Die Wiederwahl scheint dennoch gesichert.
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BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat während ihres Urlaubs an Beliebtheit eingebüßt: Laut dem am Mittwoch veröffentlichten ARD-DeutschlandTrend verlor sie in der Zustimmung zehn Punkte im Vergleich zum Vormonat und kommt noch auf 59 Prozent. An der Spitze der Sympathie-Skala liegen Finanzminister Wolfgang Schäuble (64 Prozent, minus eins) und Außenminister Sigmar Gabriel (63 Prozent, minus drei). SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz erreicht mit 33 Prozent (minus vier) seinen bisher niedrigsten Wert bei einer Befragung von Infratest dimap.

Auch in der Kanzlerpräferenz büßt Merkel ein: 52 Prozent (minus 5) der Deutschen würden sich in einer Direktwahl für sie entscheiden, 30 Prozent (plus zwei) für Schulz. 49 Prozent (plus zwei) der Befragten sprechen sich für eine Unions-geführte Bundesregierung aus, 38 Prozent (plus zwei) wünschen dagegen eine Koalition unter SPD-Führung.

Würde am Sonntag der Bundestag gewählt, könnte die Union wie im DeutschlandTrend von Anfang Juli mit 39 Prozent der Stimmen rechnen. Die SPD legt um einen Punkt auf 24 Prozent zu. Drittstärkste Kraft wäre die Linke mit unverändert neun Prozent. FDP und AfD büßen je einen Punkt auf acht Prozent ein und liegen damit gleichauf mit den Grünen.

Infratest dimap interviewte für die Sonntagsfrage 1505 Wahlberechtigte vom 4. bis 8. August. Für die anderen Fragen wurden 1005 Personen am 7. und 8. August befragt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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    - anlasslose Massenüberwachung durch Geheimdienste wie BND, BfV, NSA, ...
    - angemessene Beteiligung von wirklich vermögenden Personen und Unternehmen an Staatsaufgaben
    - Antworten auf Forderungen von Trump ggü. Deutschland bis zur Beteiligung an einem von ihm leichtfertig herbeigeführten Krieg (zur Erinnerung: Merkel's Position zum Irak-Krieg)

    Es sind Wahlkampfzeiten:
    https://youtu.be/dOa-fcp74uU

  • Die Wähler durchschauen sie langsam:
    Die acht größten gefühlten Lügen der Kanzlerin:
    1. Mit mir wird es keine Maut geben! Was lernen wir daraus für Wahlversprechen von Merkel? ... Richtig!
    2. Wir schaffen das! Auch mehrmaliges Wiederholen dieses Mantras kann eine planlose Flüchtlingspolitik nicht reparieren.
    3. Als "Kompensation" für das 80 Mrd EUR (!) Sozial-Sparpaket (2010) hatte Merkel einen "Beitrag zur Gerechtigkeit" der Wirtschaft in Höhe von 25 Mrd EUR versprochen. Aber weder die Atomsteuer (13 Mrd EUR) noch die Finanztransaktionssteuer (12 Mrd EUR) wurden eingetrieben. Von Kompensation war bisher nicht die Rede.
    4. Uns ging es noch nie so gut! 42% aller Haushalte haben seit 20 Jahren nicht an Einkommenssteigerungen teilgenommen.
    5. "Diesel-Gipfel" ohne Kanzlerin (sie weiß nichts, sie hört nichts, sie sagt nichts, unternimmt nichts, und hat auch nie etwas unternommen bzw. unternehmen lassen, was z.B. die Abgasmessverfahren auf der Straße angeht). -25%: die regierungsamtliche Schummelei geht weiter. Diesel-Fahrverbote werden auf die Zeit nach den Wahlen verschoben.
    6. Für die Renten besteht bis 2030 kein Handlungsbedarf. Das bedeutet, dass das Rentenniveau bis dahin um weitere 10% sinken wird.
    7. Die Griechen-Rettung wird die Deutschen nichts kosten! Laut dem in dieser Frage unverdächtigen Finanzstaatssekretär Jens Spahn werden diese Kosten aber tatsächlich rd. 100 Mrd EUR betragen! Und Schäuble hat die notwendigen Entscheidungen auf die Zeit nach der Wahl verschoben.
    8. Wahlkampffairness-Abkommen. Unter Aufsicht von Merkel erstellen und verbreiten die CDU-Schmutz-Dossier-Finken Grässle und Reul ihre Schmutz-Dossiers über Martin Schulz. Zum Dank für seine Drecksarbeit wird Reul zum neuen Innenminister von NRW ernannt.
    Dazu kommt, dass ich auf drei Gebieten der Kanzlerin absolut kein Vertrauen mehr schenken kann, egal was sie bisher dazu hat verlautbaren lassen bzw. noch verlautbaren lassen wird:
    - anlasslose Massenüberwachung durch Geheimdienste wie ...

  • Um nicht mehr umgestimmt zu werden trete ich heute gegen 11,30h ,
    notariell , mein Wahlrecht an Frau Merkel ab !

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